Gehrden

Ohne Zuzüge kein Wachstum

In Gehrden wurden im vergangenen 130 Jungen und Mädchen geboren.; zehn weniger als 2016.

In Gehrden wurden im vergangenen 130 Jungen und Mädchen geboren.; zehn weniger als 2016.

Gehrden. Baby-Boom in der Region: Die Zahl der Geburten ist gestiegen. In den 20 Umlandkommunen wurden im vergangenen Jahr 5787 Neugeborene beurkundet. Die Höchstmarke seit Gründung der Region Hannover 2001. Die Zahl liegt 29 Prozent über dem 2012 erreichten Zehn-Jahres-Tiefststand. Damals waren es lediglich 4485 Babys.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nicht ganz mithalten mit der Entwicklung kann allerdings Gehrden. Dort wurden im Rekordjahr 2016 140 Jungen und Mädchen geboren, 2017 waren es „nur“ noch 130. Damit ist die Burgbergstadt neben Garbsen, Lehrte und Neustadt eine von vier Regionskommunen, in der im vergangenen Jahr weniger Kinder das Licht der Welt erblickten als noch 2016.

Von den 130 Gehrdener Kindern haben im vergangenen Jahr 90 aus der Kernstadt das Licht der Welt erblickt. In den Ortsteilen erreichte Leveste mit 13 Neugeborenen noch einen zweistelligen Wert. Northen kommt auch acht Geburten. In Everloh wurde nur ein Kind geboren (zum Vergleich: 2014 waren es in dem Ortsteil noch zehn Kinder). Laut Statistik war das Gros der Mütter im Gehrdener Stadtgebiet zwischen 30 und 34 Jahre alt. Und weiter: 87 Gehrdener Mütter sind nach Angaben der Region verheiratet.  40 der 130 Babys kommen aus Familien mit Migrationshintergrund.

Interessant im Falle Gehrdens ist, dass die Zahl der Geburten – wie allerdings andernorts auch – nicht ausreicht, die Sterbefälle auszugleichen. Die Zahl der Geburten in Gehrden stagniert eher gleichbleibend, hingegen steigt die Zahl der Sterbefälle tendenziell. Seit zehn Jahren liegt die Zahl der Sterbefälle über der Zahl der Geburten. Im vergangenen Jahren waren es 199 Sterbefälle im Vergleich zu den 130 Geburten (minus 69). Die größte Diskrepanz seit Jahren. Zum Vergleich: 2016 lag das sogenannte natürliche Bevölkerungssaldo bei minus 24, 2007 betrug es nur minus 2. Im Umkehrschluss bedeutet das, ohne Zuzüge von außen kann Gehrden nicht wachsen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nicht zuletzt deshalb bemüht sich die Stadt Gehrden um die Ausweisung von Neubaugebieten. Das größte entsteht zurzeit im Osten der Kenrstadt (Langes Feld III) – und dort sind die rund 60 Grundstücke bereits vergeben. Zudem wird in naher Zukunft auch Bauland in Leveste (Hinter den Zäunen) und in Lenthe (Im Wehrfeld) ausgewiesen.

Von Dirk Wirausky

Mehr aus Hannover

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken