Ronnenberg

Ortskernumbau: Ronnenberger machen viele Vorschläge

In den vier Arbeitsgruppen beteiligten sich die Ronnenberger Bürger rege an den Diskussionen und hatten viele Vorschläge.

In den vier Arbeitsgruppen beteiligten sich die Ronnenberger Bürger rege an den Diskussionen und hatten viele Vorschläge.

Ronnenberg. Am Ende schienen die Ronnenberger nicht genug bekommen zu können. Rund eine halbe Stunde hatten die Teilnehmer die Zeitvorgabe von zwei Stunden für die 2. Planungswerkstatt zur Ortskernsanierung ihres Stadtteils schon überschritten, da diskutierten immer noch mehrere Grüppchen intensiv anhand der einzelnen Übersichtspläne. „Offenbar wollen einige eine Nachtschicht einlegen“, scherzte Bürgermeisterin Stephanie Harms.

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Nach dem großen Zuspruch zum Auftakt vor zwei Monaten fanden mit rund 40 nicht einmal halb so viele Teilnehmer den Weg ins Gemeinschaftshaus. Diese hatten aber durchweg einen ganzen Strauß von Vorschlägen zur Verbesserung des Ortsbildes mitgebracht. „Die, die gekommen sind, sind voll dabei“, lobte Brigitte Nieße vom Planngsbüro plan zwei das Engagement. Nach einer kurzen Einführung lud sie gemeinsam mit drei ihrer Kollegen und vier Mitarbeitern der Verwaltung die Bürger ein, ihre Ideen in Arbeitsgruppen zu je einem Teilbereich des Ortskerns vorzutragen. Dabei hatte jeder Teilnehmer im Verlauf des Abends die Gelegenheit, jede der vier Arbeitsgruppen mit ihren Tipps zu bereichern.

Die gemachten Vorschläge waren dabei teilweise sehr kreativ. Für den Bereich am Ihmer Tor wurde beispielsweise ein Tausch der Buswendeschleife mit der grünen Dreiecksfläche ins Gespräch gebracht, um wieder einen echten Ortskern an der jetzigen Bushaltestelle zu schaffen. Zur Lösung des Problems der fehlenden Lehrerparkplätze in diesem Bereich wurden wahlweise eine Tiefgarage oder eine Parkpalette vorgeschlagen. Elterntaxis an den Schulen machten die Bürger als zunehmendes Problem im Ort aus.

Im weiteren Verlauf der Langen Reihe erhoffen sich viele Ronnenberger eine Verkehrsberuhigung, die meisten Teilnehmer am Donnerstag eine gleichberechtigte Verkehrszone, in der weder Autos, noch Radfahrer oder Fußgänger bevorzugt würden – und möglicherweise einen Platz der Begegnung am Thie.

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Den Kirchplatz wollen die Ronnenberger in seiner Form erhalten, allerdings soll er einladender gestaltet werden. Zumindest ein einheitliches, möglichst den historischen Bauten angepasstes und barrierefreies Pflaster müsse herausspringen –und die der Bestand der Kastanien in diesem Bereich gesichert werden. Der Raum hinter der Michaeliskirche könne für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden, war eine weitere Idee.

Ergebnisse werden im Juni vorgestellt

„Wir haben schon erwartet, dass heute weniger kommen“, sagte Brigitte Nieße vom Planungsbüro plan zwei über die geringere Beteiligung bei der 2. Planungswerkstatt im Vergleich zum ersten Abend. „Wenn die Ergebnisse präsentiert werden, kommen wieder mehr“, prognostizierte sie. Wer diese Präsentation nicht verpassen will, sollte sich den Donnerstag, 21. Juni, um 18 Uhr nichts anderes vornehmen. Dann ist im Gemeinschaftshaus am Weetzer Kirchweg die dritte und letzte Planungswerkstatt angesetzt. Der aktuelle Stand der Planungen für die Ortskernsanierung ist im Internet auf der Seite der Stadtverwaltung unter ronnenberg.de, links unten unterdem Menüpunkt „Rahmenplan Ortskern Ronnenberg“ zu finden.

Zweispältig waren die Meinungen hingegen zum Gemeinschaftshaus am Weetzer Kirchweg. Einige Bürger sahen Veränderungsbedarf in der Gestaltung, andere wollten lediglich die Nutzungsmöglichkeiten optimieren. Auch der Parkplatz und die Grünanlagen ringsherum bräuchten eine Überarbeitung, hieß es. Auf dem Alten Friedhof gegenüber soll die Aufenthaltsqualität durch ein besseres Wegenetz angenehmer gestaltet werden. Und in allen Teilen des Ortes erschallte der Ruf nach mehr Mülleimern und Ruhebänken auf Straßen und Plätzen.

Die auf Ortsplänen eingetragenen Vorschläge durften die Ronnenberg am Ende mit Klebepunkten bewerten, um möglicherweise erkennen zu können, was den Bürgern besonders wichtig erscheint. Am Ende wird aber auch der finanzielle Rahmen über die Verwirklichung entscheiden. „Man hat im Kopf immer die Kosten. Da reduziert man seine Vorschläge schon selber“, erklärte ein Teilnehmer sein Dilemma.

Von Uwe Kranz

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