Wunstorf

Ortsrat will neue Parkplätze In den Ellern

Die Sophienstraße ist durch den Neubau rechts so schmal geworden, dass die Verwaltung überlegt, Autos gar nicht mehr oder nur noch in einer Richtung zuzulassen.

Die Sophienstraße ist durch den Neubau rechts so schmal geworden, dass die Verwaltung überlegt, Autos gar nicht mehr oder nur noch in einer Richtung zuzulassen.

Wunstorf. Die gegensätzlichen Auffassungen über notwendige Parkangebote für Besucher der Innenstadt sind am Mittwoch im Ortsrat Wunstorf deutlich geworden. Gegen die Stimmen der CDU hat das Gremium sich dafür ausgesprochen, an der Straße In den Ellern am Rand des Schützenplatzes weitere Parkplätze zu entwickeln. Während die CDU auf ein Parkdeck näher an der Fußgängerzone dringt, befürchtet die SPD-geführte Mehrheit, dass es nach einer großen Investition möglicherweise leer stehen würde. Eine bessere Querung der Straße In den Ellern, die Klaus-Jürgen Maurer (FDP) anmahnte, soll im Zusammenhang mit dem Wohnbau- und Kita-Projekt auf dem früheren Mühlengelände gegenüber ohnehin kommen.

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Auch die Planung für Wohnbau zwischen Plantagenweg und König-Ludwig-Straße war Thema im Ortsrat. Derzeit plant der Investor Helma mit neun Mehrfamilienhäusern mit 121 Wohnungen, die vor allem zwei bis vier Zimmer umfassen sollen. Ein Teil des Areals, das nicht überplant wird, will das Unternehmen wieder verkaufen. Auf Wunsch der Feuerwehr wurden die beiden geplanten Stichstraßen verbreitert und bieten Platz für öffentliche Parkplätze zusätzlich zu denen an den Gebäuden. "Gut, dass der ursprüngliche Plan mit bis zu acht Geschossen nicht realisiert wurde", sagte Renate Rohde (SPD), bevor der Ortsrat den weiteren Planungen einstimmig zustimmte. Jetzt sind nur noch vier Geschosse geplant. Helma wünscht sich, im Herbst nächsten Jahres mit dem Bau beginnen zu können und 2021 fertig zu sein.

Untersützung fanden auch die Überlegungen des Wunstorfer Bauvereins, auf einem Areal an der Sudermannstraße und der Neustädter Straße nach dem bereits begonnen Abriss sieben Gebäude neu zu errichten. Zwei Mehrfamilienhäuser an der Sudermannstraße und dahinter vier Doppelhäuser sollen insgesamt rund 30 Wohneinheiten entstehen lassen. Nach dem angedachten Umzug der Verwaltung in das siebte neue Gebäude an der Neustädter Straße könnten im bisherigen Sitz an der Langen Straße weitere Wohnungen entstehen. "Bezahlbare Wohnraum ist unser Ziel, wir prüfen alle Fördermöglichkeiten", sage Bauvereins-Geschäftsführer Michael Nahrstedt. Wesentliche Faktoren für die Miete seien aber die Baukosten und die Ausnutzung des Grundstücks. Wahrscheinlich müssten deshalb eher kleine Wohnungen entstehen.

Die Planungen für drei neue Kindertagesstätten im Stadtgebiet hat der Ortsrat unterstützt, aber von Kritik begleitet. Der Grund: Zwei der neuen Kitas sollen dicht beieinander an der König-Ludwig- und der Portlandstraße entstehen, und an der Portlandstraße betreiben auch die Johanniter schon eine. "Diese Konzentration erzeugt viel Verkehr. Es wäre schön, wenn auch in der Nord- oder Oststadt noch Standorte gefunden werden, damit nicht alle durch die ganze Stadt fahren müssen", sagte Kirsten Riedel (SPD). Ulrike Hansing (CDU) sorgte sich, ob ausreichend Personal zu finden sein wird.

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Für die Sophienstraße, die nach dem Bau des neuen Hauses an der Ecke zum Alten Markt dort nur noch 2,82 Meter breit ist, hat die Verwaltung drei unterschiedliche Entwürfe mit Einbahnstraßenregelungen oder einer Umwandlung des letzten Stücks in einen Fahrradweg entwickelt. Der Ortsrat wünscht sich, dazu auch die Anwohner zu befragen und auch die Schlobbenriede in ein Gesamtkonzept einzubeziehen.

Das Entwicklungskonzept für die Südstraße hatte das Gremium zu Beginn abgesetzt. Die Mehrheitsgruppe sieht noch Beratungsbedarf, die CDU merkte an, dass der vorgelegte Entwurf der Stadtverwaltung nicht schlüssig mit den Regelungen der Gestaltungssatzung zusammenpasst.

AfD nimmt nicht an Sitzung teil

Wie angedroht sind die Plätze der beiden AfD-Politiker im Ortsrat Wunstorf bei der Sitzung am Mittwoch frei geblieben. Fraktionssprecher Andreas Niepel hatte das im Vorfeld mit seinem Wunsch begründet, den Buß- und Bettag von Sitzungen frei zu halten. Einen entsprechenden Antrag hatten die anderen Fraktionen abgelehnt. Bei seiner Begrüßung sagte Ortsbürgermeister Thomas Silbermann (SPD) dazu allerdings. „Der Buß- und Bettag ist kein gesetzlicher Feiertag mehr, von daher können wir an ihm auch Sitzungen abhalten.“

Von Sven Sokoll

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