Limmer

Pärchen attackiert Tierschützer der Katzenhilfe

In Hannover sind Tierschützer von einem Pärchen attackiert worden, als sie streunende Katzen einfangen wollten.

In Hannover sind Tierschützer von einem Pärchen attackiert worden, als sie streunende Katzen einfangen wollten.

Hannover. Eigentlich wollten die beiden Ehrenamtlerinnen des Vereins Katzenhilfe nur streunende Katzen und deren Nachwuchs einfangen. Darauf geworden ist eine handfeste Auseinandersetzung mit einem Pärchen, die erst durch die Polizei beendet werden konnte. Die Vorsitzende des Vereins, Maud Behrens, sowie die Katzenhilfe-Sprecherin Frauke Ruhmann waren am Abend auf einem Spielplatz an der Schwanenburg in Limmer aktiv. „In einer mehrstündigen Aktion wurden mehrere Kätzchen gefangen“, sagt Ruhmann. Dem Verein waren die herrenlosen Stubentiger zuvor gemeldet worden.

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Laut Ruhmann missfiel das Einfangen aber offenbar einem Pärchen. „Sie forderten uns auf, die Katzen sofort wieder auszusetzen“, sagt sie. Der 39-Jährige und seine drei Jahre jüngere Begleiterin behaupteten, die Katzen würden für den Weiterverkauf eingefangen. Dass die Vierbeiner aber kastriert und dann wieder freigelassen werden sollten, habe die beiden nicht interessiert. Sie versuchten demnach, den Ehrenamtlerinnen die Transportboxen zu entreißen, beschimpften und schubsten die Frauen. „Bei dem Handgemenge wurde einer der Körbe beschädigt“, sagt Ruhmann. „Als dieser mit den Kätzchen auf die Erde schlug, brach die Tür heraus.“ Außerdem soll sich der 39-Jährige auf eine Box gesetzt haben. Ruhmann: „Die Tiere waren völlig verängstigt.“

Die Polizei traf schließlich gegen 20.30 Uhr an der Schwanenburg ein. „Das Paar hatte die Mitarbeiter des Vereins Katzenhilfe am Verlassen der Örtlichkeit gehindert“, bestätigt Behördensprecher Philipp Hasse. „Nach eigenen Angaben handelten sie im Glauben, die Tiere sollten weiterverkauft werden.“ Außerdem hätten sie die Boxen für nicht artgerecht empfunden. Verletzt wurde bei der Rangelei aber niemand. Gegen das Paar wird nun wegen Nötigung ermittelt.

Von Peer Hellerling

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