Burgdorf

Polizei warnt vor Waffentransport im Auto

Die Polizei warnt davor, nichtregistrierte Waffen selbst zu den Behörden zu bringen. Besitzer sollten vorab einen Termin vereinbaren.

Die Polizei warnt davor, nichtregistrierte Waffen selbst zu den Behörden zu bringen. Besitzer sollten vorab einen Termin vereinbaren.

Burgdorf. Seit Monatsbeginn gilt für Besitzer von nicht registrierten Waffen wieder: Wer sich damit auf den Weg macht, und sei es nur, um sie zur Polizei zu bringen, macht sich strafbar. Denn eine entsprechende Amnestie endete nach Aussage von Martina Thöne, Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes bei der Polizeiinspektion Burgdorf, am 30. Juni.

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An diesem Tag kam auf die diensthabenden Beamten unerwartet viel Arbeit zu, weil etliche Burgdorfer und Uetzer den letzten Tag für die Waffenabgabe nutzten. „Mitunter erben Angehörige die Pistolen, Revolver oder Gewehre, wenn jemand verstirbt“, nennt Thöne ein Beispiel für den illegalen Waffenbesitz. Andere fänden die Waffen beim Aufräumen alter Häuser – und nicht immer lasse sich ermitteln, wer sie dort abgelegt habe. Damit beginne für viele die Frage, wie sie mit den Hinterlassenschaften umgehen sollten.

Deshalb hatte die Bundesregierung nach dem Amoklauf von Winnenden von Juli bis Dezember 2009 die Abgabe von Waffen straffrei gestellt – mit dem Ziel, deren Zahl nachhaltig zu reduzieren. Aus dem gleichen Grund begann im Juli vergangenen Jahres dann eine weitere einjährige Amnestie für diejenigen, die diesen Besitz entweder bei der Polizei oder bei der zuständigen Behörde abgeben. Da die Stadt Burgdorf seit diesem Jahr nicht mehr für die Waffen zuständig ist, sondern die Region, sahen viele die Polizeiwache an der Straße Vor dem Celler Tor als beste Möglichkeit an, sich ohne Strafermittlung des Erbes zu entledigen.

Nun aber gilt die bisherige Regelung. Und diese sehe vor, dass sich niemand ohne entsprechende Erlaubnis mit einer Waffe im Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf öffentlichen Straßen bewegen dürfe, sagt Thöne. „Darunter fällt auch der Weg zur nächstgelegenen Behörde oder Polizei“, betont die Beamtin. Sie empfiehlt daher allen Betroffenen, die den Termin verpasst haben, unter Telefon (0511) 6160 bei der Region Hannover oder unter Telefon (05136) 88614115 in der Polizeiwache anzurufen und mit den Mitarbeitern das weitere Vorgehen zu besprechen.

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Von Antje Bismark

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