Hemmingen

Projekt ist gescheitert: KGS wird keinen neuen Wald pflanzen

Lässt sich nicht verwirklichen: Auf dieser Fläche an der Straße zwischen Hemmingen-Westerfeld und Hannover-Döhren sollte der Schulwald entstehen.

Lässt sich nicht verwirklichen: Auf dieser Fläche an der Straße zwischen Hemmingen-Westerfeld und Hannover-Döhren sollte der Schulwald entstehen.

Hemmingen-Westerfeld. Das Projekt Schulwald der KGS Hemmingen ist, so wie es bisher geplant war, gescheitert. Laut Stadtverwaltung hat ein Gutachten Folgendes ergeben: Würde wie geplant an der Straße zwischen Hemmingen-Westerfeld und Hannover-Döhren Wald geschaffen, wirke sich dies bei starkem Hochwasser so auf die Fließrichtung des Wassers aus, dass dieses sich im nahe gelegenen alten Dorf von Hemmingen aufstaue. Deswegen habe die Region Hannover das Vorhaben abgelehnt.

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Schulwald gehört zum Schulprogramm der KGS

„Das ist ein Schlag ins Kontor für alle Beteiligten“, sagte KGS-Leiter Gregor Ceylan gegenüber dieser Zeitung. Das Thema beschäftigt die Schule schon länger. Im September 2019 hatte sich die Carl-Friedrich-Gauß-Schule an die Stadt Hemmingen gewandt und gebeten, sie bei dem Vorhaben zu unterstützen. Der Schulwald gehört zum Schulprogramm. Die KGS möchte klimaneutrale Schule werden.

Bürgermeister Jan Dingeldey (CDU) erläuterte: „Der Schulwald ist an der Stelle nicht möglich.“ Auch andere nahe gelegene Grundstücke seien für einen neuen Wald nicht geeignet. Zu prüfen sei nun, ob es ein vorhandenes Waldstück in der Nähe gebe, um das sich die KGS kümmern könnte, zum Beispiel am Büntesee.

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Schulwiese statt Schulwald?

Ceylan zeigte sich nicht abgeneigt: „lieber einen bestehenden Wald als gar keinen.“ Zwar müsse sich die Schule dann von der Idee verabschieden, dass jeder Schüler und jede Schülerin einen Baum pflanzt. „Doch auch ein vorhandener Wald bietet viele pädagogische Möglichkeiten.“ Die Schüler könnten Fragen klären wie: Was wächst dort? Welche Tiere leben dort? Auch Fächer wie Mathematik seien im Wald möglich, zum Beispiel das Ausmessen und Kartieren der Fläche.

Wichtig sei, dass das Gelände in etwa zehn Minuten zu Fuß erreichbar sei. Auf jeden Fall wolle die Schule das bereits vorhandene große Engagement in der Schule weiter nutzen. „Notfalls ist es dann nur eine Schulwiese.“

Schulwald wäre im Überschwemmungsgebiet entstanden

Der Schulwald sollte auf einem städtischen Grundstück südlich des Büntesees und westlich der Döhrener Straße (K 220) entstehen. Die Stiftung Wald hält das Areal grundsätzlich für geeignet. Es gilt aber mehrere Auflagen zu beachten, denn das Grundstück befindet sich zum Beispiel im Überschwemmungsgebiet der Leine und in einem Landschaftsschutzgebiet. Schon im Herbst 2021 zeichnete sich ab: Die Region Hannover begrüßt das Engagement der Schule für den Klimaschutz und hat bereits signalisiert, dass sie das Vorhaben grundsätzlich genehmigen würde, sie forderte aber erst bestimmte Untersuchungen.

Nun liegt das Gutachten vor, das die Pläne zunichte macht. Das noch erforderliche ausstehende Naturschutzgutachten braucht die Stadt nun gar nicht mehr zu machen. Dafür hätten die Untersuchungen laut Stadtverwaltung ohnehin erst im Frühjahr 2022 beginnen können, da immer eine ganze Vegetationsperiode geprüft werde.

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