Pattensen-Mitte

Rat stimmt für Baugebiet Mühlenfeld

Wo jetzt noch Acker ist, soll das Baugebiet Mühlenfeld entstehen.

Wo jetzt noch Acker ist, soll das Baugebiet Mühlenfeld entstehen.

Pattensen-Mitte. Das Thema sorgte bis zur letzten Minute für Diskussionen. Doch schließlich stimmte der Rat der Stadt Pattensen bei seiner jüngsten Sitzung dafür, das Neubaugebiet Mühlenfeld auszuweisen. Der Beschluss fiel einstimmig. Die SPD-Fraktion hatte die Ausweisung des Baugebiets am Ortsausgang Richtung Arnum beantragt, um das große Baugebiet Pattensen-Mitte-Nord abzurunden. Außerdem wollen die Sozialdemokraten nach Auskunft von Ratsmitglied Jens Ernst für dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum in Form von geförderten Bauten und Geschosswohnungsbau sorgen.

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Im Rat meldete sich sogleich Dirk Meyer zu Wort, der Sprecher der Unabhängigen von UWG und UWJ. Die Fraktion hatte den Antrag von Beginn an sehr kritisch gesehen, weil sie erst untersucht haben wollte, was für Auswirkungen auf die Infrastruktur wie Kindergärten, Grundschule oder Klärwerk dort ein neues Baugebiet hat. „Das können wir so nicht mittragen“, sagte Meyer. „Wir hatten im Verwaltungsausschuss eine andere Beschlusslage.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Ohlendorf bestätigte, dass im vertraulich tagenden Verwaltungsausschuss beschlossen worden sei, dass die Prüfung der möglichen Auswirkungen auf die Infrastruktur als erster Schritt erfolgen soll. Diese wichtige Ergänzung war aber in der im Rat vorgelegten Drucksache nicht enthalten. Der Zusatz wurde aufgenommen, so dass letztlich alle Ratsmitglieder zustimmen konnten.

Noch nicht entschieden wurde über einen Zusatzantrag von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Mühlenfeld. Wie Michael Dreves von den Grünen erläuterte, sollte bei jeder Ausweisung eines Bau- oder Gewerbegebiets ein sogenannter Folgekostenrechner eingesetzt werden. Mit diesen Programmen, von denen es inzwischen mehrere gibt, könnten die mittel- bis langfristigen Belastungen für einen kommunalen Haushalt berechnet werden. „Die Verwendung eines Kostenrechners ist ein erstes Kriterium für eine nachvollziehbare Entscheidung“, heißt es in der Begründung für den Antrag.

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Bürgermeisterin Ramona Schumann sagte: „Wir müssen uns diese Tools genau ansehen, damit sie auch in unser System passen.“ Sie schlug vor, den Antrag in die Verwaltung zu verweisen. „Dann können wir prüfen, was passt, und müssen nicht ,blind’ kaufen.“ In diesem Sinne entschied der Rat mit Mehrheit.

Von Kim Gallop

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