Hagenburg

Samtgemeinden: Kommt nur Kooperation?

Die potenziellen Partner müssen klären, wie der Gedanke einer Fusion weiter verfolgt werden soll.

Die potenziellen Partner müssen klären, wie der Gedanke einer Fusion weiter verfolgt werden soll.

Hagenburg. Sachsenhagens Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier wartet derzeit auf Post seiner beiden Amtskollegen Andreas Günther aus Lindhorst und Marc Busse aus Niedernwöhren. Bei den von Wedemeier erhofften Rückmeldungen soll es um das weitere Vorgehen im Hinblick auf die angedachte Samtgemeindefusion gehen.

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Wedemeier hatte Günther und Busse die Entscheidung des Samtgemeinderates Sachsenhagen mitgeteilt, weitere Gespräche in Sachen Fusion mit Lindhorst und Niedernwöhren zwar führen, aber auch ein Zusammengehen mit Bad Nenndorf zumindest sondieren zu wollen. Das hatten die Gremien in Niedernwöhren und Lindhorst allerdings ausgeschlossen. Sie hatten unter anderem angemerkt, dass die Samtgemeinde Nenndorf von ihrer Größe nicht zu den anderen Samtgemeinden passe und man lieber „auf Augenhöhe“ verhandeln wolle. So wird die Initiative aus der Samtgemeinde Sachsenhagen, sich doch noch einmal mit allen Beteiligten zu weiteren Gesprächen zu treffen, bei den Verantwortlichen in Lindhorst und Niedernwöhren vermutlich auf taube Ohren stoßen.

Und den von der Mehrheit im Samtgemeinderat Sachsenhagen ermöglichten bilateralen Gesprächen mit Bad Nenndorf hatte der Stadtrat Sachsenhagen mit seiner Ablehnung einer Zweier-Fusion Anfang des Monats einen Riegel vorgeschoben. „Wenn ich schon die Stadt Sachsenhagen nicht mit am Tisch hätte, geht das nicht“, erklärte der Samtgemeindebürgermeister.

Mit den ausstehenden Antworten und dem wahrscheinlichen Scheitern sämtlicher Fusionspläne wird sich anschließend nach Angaben von Wedemeier der Samtgemeindeausschuss bei Gesprächen hinter verschlossenen Türen auseinandersetzen.

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Darüber hinaus wird die nächste Samtgemeindebürgermeisterwahl nach Angaben von Wedemeier wahrscheinlich im kommenden Mai mit der Europawahl 2019 stattfinden. Auf diese Weise würden bis 2026 Tatsachen geschaffen, meinte Wedemeier.

Und die Idee, statt über eine Fusion der Samtgemeinden möglicherweise jetzt über wechselseitige Verwaltungskooperationen nach dem Muster der Bauhofkooperation der Samtgemeinde Sachsenhagen und der Stadt Wunstorf zu reden, findet der Samtgemeindebürgermeister „hochinteressant“. Allerdings sei die Verwaltung gegenwärtig mit Sacharbeit mehr als ausgelastet: „Über Strategiefragen könnte eventuell im nächsten Sommer nachgedacht werden.“

Von Jan Peter Wiborg

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