Wennigsen

Sanierte Friedhofskapelle eingeweiht

Die Ehrengäste und rund 50 geladene Besucher verfolgen bei der offiziellen Einweihungsandacht die Ansprachen der Kirchenvertreter, der Klosterkammer und der Gemeinde.

Die Ehrengäste und rund 50 geladene Besucher verfolgen bei der offiziellen Einweihungsandacht die Ansprachen der Kirchenvertreter, der Klosterkammer und der Gemeinde.

Wennigsen. Nun ist eine Friedhofskapelle fürwahr kein Ort der Freude. Und doch haben rund 50 geladene Besucher und zahlreiche Ehrengäste bei der Wiedereröffnung der grunderneuerten und umfangreich sanierten Gedenkstätte auf dem Friedhof in Wennigsen feierlich ihre Anerkennung für die gelungene Umgestaltung zum Ausdruck gebracht. „Es ist in hervorragender Weise gelungen, einen völlig neuen Raum zu schaffen, um trauernden Menschen in schweren Stunden einen würdigen Rahmen zu bieten“, sagte Pastor Carsten Wedemeyer in der Einweihungsandacht.

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Die Organistin Barbara von Witzleben spielt während der Einweihungsfeier auf der Empore

Die Organistin Barbara von Witzleben spielt während der Einweihungsfeier auf der Empore.

Für die Klosterkammer Hannover war es als Bauherr und Investor auch alles andere als ein gewöhnliches Sanierungsprojekt. Rund 125.000 Euro investierte sie, um die 1961 erbaute Kapelle für eine zeitgemäße Trauerkultur herzurichten. Um den besonderen Stellenwert zu verdeutlichen, hatten Architektin Katja Hennig und Bauleiter Mathias Riethmüller von der Klosterkammer vor dem offiziellen Festakt bei einem kleinen Rundgang die Sanierungsabschnitte noch einmal nachgezeichnet. Das Gebäude, das im Besitz des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds (AHK) ist und von der Klosterkammer unterhalten wird, war ein Dreivierteljahr lang in eine völlig neue Gedenkstätte verwandelt worden – in enger Abstimmung mit der evangelischen Marien-Petri-Kirchengemeinde, die den Wennigser Friedhof betreibt, auf dem Verstorbene aller Konfessionen und auch Konfessionlose bestattet werden.

Die Besucher kommen nach dem Festakt vor der Kapelle zu kleinen Gesprächsgruppen zusammen

Die Besucher kommen nach dem Festakt vor der Kapelle zu kleinen Gesprächsgruppen zusammen.

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Die Liste der Umgestaltungsdetails ist lang: Neue Technik, Farbgestaltung und Elektrik, moderne Heizstrahler, ein gastfreundliches Lichtkonzept, neue Glafenster und Türen: „Im Verschnitt der Satteldächer wurden Holzbretter entfernt, um dort eine neue Empore mit schmalem Treppenaufgang einzurichten, wo nun die Orgel Platz findet“, sagte Architektin Hennig. An den Kosten beteiligte sich auch die Kirchengemeinde mit einem fünfstelligen Betrag. „Die gute Zusammenarbeit war besonders. Das geht weit über eine normale Sanierung hinaus“, sagte Hennig.

Die Architektin hatte die Kapelle erst einen Tag vor der Einweihung mit dem Bauleiter nach einer Abschlussbegehung übergeben. „Wir haben uns in besonderer Komplexität dem Innenleben des Bauwerks gewidmet“, sagte Riethmüller. Bei dem Festakt fanden die Vertreter aller Kirchengemeinden lobende Worte für das Projekt. Architektin Katja Hennig (von links), Pastor Carsten Wedemeyer, Bürgermeister Christoph Meineke, Maren Alischöwski von der Christusgemeinde, Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas, Äbtissin Gabriele-Verena Siemers, Pastorin Mandy Stark und Pfarrer Christoph Paschek freuen sich über die Wiedereröffnung der sanierten Friedhofskapelle.Architektin Katja Hennig (von links), Pastor Carsten Wedemeyer, Bürgermeister Christoph Meineke, Maren Alischöwski von der Christusgemeinde, Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas, Äbtissin Gabriele-Verena Siemers, Pastorin Mandy Stark und Pfarrer Christoph Paschek freuen sich über die Wiedereröffnung der sanierten Friedhofskapelle.Pastor Wedemeyer, Maren Alischöwski von der Christusgemeinde, Äbtissin Gabriele-Verena Siemers vom Kloster, Pastorin Mandy Stark und Pfarrer Christoph Paschek von der katholischen Kirche erteilten der Friedhofskapelle gemeinsam einen Segen.

Die Besucher kommen nach dem Festakt in der Kapelle zu kleinen Gesprächsgruppen zusammen

Die Besucher kommen nach dem Festakt in der Kapelle zu kleinen Gesprächsgruppen zusammen.

Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas brachte eine persönliche Freude über das hervorragende Ergebnis zum Ausdruck. „Es musste an der Kapelle etwas gemacht werden. Nur etwas Farbe hätte nicht gereicht. Es ist für mich etwas Besonders, für Wennigsen einen Beitrag geleistet zu haben“, sagte Biallas. Auch Wennigsen Bürgermeister Christoph Meineke fand lobende Worte für die grunderneuerte Kapelle und bedankte sich bei der Klosterkammer und allen beteiligten Helfern.

Von Ingo Rodriguez

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