Disko in Hannover

Schlägerei: Polizei ermittelt gegen Palo-Palo-Türsteher

Die Polizei ermittelt gegen zwei Türsteher einer Disko am Raschplatz wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Die Polizei ermittelt gegen zwei Türsteher einer Disko am Raschplatz wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Hannover. Zwei Mitarbeitern des Security-Teams der Raschplatz-Diskothek Palo Palo wird gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Die Polizei hat Ermittlungen gegen die Männer eingeleitet. Sie sollen in der Nacht zum 7. April mehrere abgewiesene Gäste angegriffen und zwei von ihnen leicht verletzt haben. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Die Betreiber des Klubs haben ihrerseits Strafanzeige gegen die Gäste gestellt.

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Der Vorfall hatte im Internet für Aufsehen gesorgt, weil auf der Facebookseite der Gruppe „Black Lives Matter Berlin“ darüber berichtet worden war.  Online schildern die Betroffenen, was ihnen angeblich widerfahren ist. Gegen 1 Uhr wollten sie zu fünft ins Palo Palo, wurden aber bereits an der Tür abgewiesen. „Wir wollten direkt gehen und der Türsteher rief uns: Scheiß Nigger hinterher“, schreibt eine der beteiligten Frauen. Als die beiden Männer aus der Gruppe die Security-Mitarbeiter zur Rede stellen wollten, sollen die Sicherheitsleute sofort auf die Männer eingeprügelt haben.

Aus Sicht des Betreibers der Diskothek hat sich das Ereignis allerdings vollkommen anders zugetragen. „Wir lassen uns von allen, die wir nicht kennen, die Ausweise zeigen. Einen aus der Gruppe hatten wir schon durchgelassen, als sich herausstellte, dass ein anderer keinen Ausweis bei sich hatte“, sagt Martin Polomka vom Palo Palo. Als die Türsteher auf das Vorzeigen des Dokuments bestanden, sollen sie von den Gästen beleidigt und angegriffen worden sein. „Es war sehr voll an dem Abend, die Schlange war rund 40 Meter lang, wir haben also genügend Zeugen“, sagt Polomka. Den Vorwurf der Betroffenen, die Türsteher hätten aus rassistischen Motiven gehandelt, weist Polomka auf das Schärfste zurück. „Die meisten unserer Mitarbeiter haben einen Migrationshintergrund, es spielt für uns keine Rolle, wo jemand herkommt“, sagt Polomka.

Die Ermittlungen der Polizei stehen noch ganz am Anfang. „Zu den Hintergründen können wir noch keine Angaben machen, sondern müssen erst die Befragungen aller Beteiligten abwarten“, sagt eine Behördensprecherin.

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Von Tobias Morchner

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