Garbsen

So schön ist die Breite Riede geworden

Die Umgestaltung der Breiten Riede ist beendet. Vertreter des Ortsrats und Anwohner machen sich ein Bild von der Umgestaltung.

Die Umgestaltung der Breiten Riede ist beendet. Vertreter des Ortsrats und Anwohner machen sich ein Bild von der Umgestaltung.

Auf der Horst. Sie ist eine der wichtigsten Achsen im Stadtteil Auf der Horst und verbindet den Hérouville-Platz mit dem Bärenhof: die Breite Riede. Seit März 2017 ist der Weg umgestaltet worden, vor rund zwei Wochen sind die Arbeiten beendet worden. Geplante Sanierungskosten: rund 540.000 Euro. Am Mittwoch haben sich Vertreter des Garbsener Ortsrats und Anwohner ein Bild von der Umgestaltung gemach – und über weitere Sitzmöglichkeiten diskutiert.

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Rostiger Cortenstahl statt löchriger Waschbeton, farbenfrohe Bänke statt alter Eisenbahnschwellen, Pflastersteine in verschiedene Grautönen: In den Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros Grün Plan sind viele Anregungen von Bürgern eingeflossen. „Der Weg sieht jetzt viel breiter aus“, sagte eine Anwohnerin bei der Begehung erstaunt. „Das neue Pflaster belebt die Monotonie des langen Weges“, erklärte Simon Bauermeister von der städtischen Abteilung Stadtgrün, der das Projekt koordiniert hat. Auch die Pflanzstreifen wurden verbreitert. Der Spielplatz in Höhe der Stier- und Krebsgasse ist mit vielen Ideen aufgewertet worden. Eine farbenfrohe Doppelwippe und einen Sitzwippe aus Metall stehen nun auf buntem Fallschutzbelag.

Bänke sorgen für Diskussionen

Optische Hingucker an strategischen Punkten sind die Bänke, die Künstler Peter Kärst, der auch die Kreiselkunst im Stadtteil gestaltet hat, mit Geflüchteten im Rahmen des Projekts „Jugend stärken im Quartier“ angefertigt hat. „Die Bänke sind viel zu niedrig“, kritisierte eine Bürgerin. Die Stadt hatte die Sitzhöhe schon um mehrere Zentimeter erhöht. „Der Künstlerentwurf sah diese niedrige Höhe vor“, sagte Bauermeister. „Wir versuchen, noch nachzubessern.“

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Zwei Sitzgelegenheiten kommen dazu

Die kreativen Sitzmöglichkeiten, weitere Bänke und sogenannte Einzelsitze waren schon vor und während der Bauphase Anlass für Diskussionen gewesen. Anwohner äußerten auch bei der Ortsbegehung Bedenken, dass die Sitzmöglichkeiten vor allem abends und nachts als Treffpunkt für Jugendliche und Drogensüchtige dienen. „Besonders ältere und gehbehinderte Menschen brauchen auf dieser langen Achse aber eine Möglichkeit, sich einmal kurz auszuruhen“, sagte Horst Oelze. „Das Programm Soziale Stadt soll Verbesserungen für alle Generationen bringen“, betonte Katharina Over, Leiterin des städtischen Fachbereich für Stadtentwicklung. „Wir müssen hier einen Kompromiss finden“, sagte Ortsbürgermeister Franz Genegel. Der wurde gefunden: In seiner anschließenden Sitzung beschloss der Ortsrat die Aufstellung von zwei weiteren Einzelsitzen aus Metall in Höhe der Pegasusgasse. Dort ist nach der Umgestaltung eine Platzsituation mit Bauminseln entstanden, die von Cortenstahl eingefasst sind.

Die Sanierungskosten für die Breite Riede werden aus dem Topf Soziale Stadt gezahlt, das bedeutet, dass Stadt, Land und Bund je ein Drittel der Summe zahlen.

Ortsrat beschließt Namen für Campus-Straßen

Der Ortsrat Garbsen hat bei seiner Sitzung am Mittwochabend auch über die Benennung von Straßennamen rund um den Campus in der Nähe des künftigen Studentenwohnheims und der Kita beraten. Die bisher Planstraße-A genannte, die von der Walter-Koch-Straße abzweigt, wird künftig Irmgard-Ulderup-Straße heißen. Die Leibniz Universität Hannover hatte die Namensgeberin vorgeschlagen, die als Unternehmerin mit ihrer Stiftung die Fakultät Maschinenbau unterstützt. Der zweite Vorschlag der Uni fiel durch. Stattdessen beschloss der Ortsrat, dem Vorschlag der SPD zu folgen. Demnach wird die bisherige Planstraße-B, eine spätere Parallelstraße der Walter-Koch-Straße, künftig Marie-Curie-Straße heißen. jgz

Von Jutta Grätz

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