Seelze

So spannend war die Zeitreise im Bürgerpark

Große und kleine Darsteller verzaubern das Publikum.

Große und kleine Darsteller verzaubern das Publikum.

Seelze. Bereits aus der Ferne konnte man am Freitag erkennen, dass sich vor dem Eingang zur Kristalltherme etwas ganz Besonderes abspielt. Dort saß an einer gedeckten Tafel Reitergeneral Michael von Obentraut mit seinen aus Stromberg angereisten Gästen. Dreizehn Mitglieder des Vereins Rittergilde waren gekommen, um den Reitergeneral bei seiner Zeitreise im Bürgerpark zu begleiten. Stromberg in Rheinland-Pfalz ist Obentrauts Geburtsort. Ordensmeister Stefan Link war mit einer Abordnung der Gilde nach Seelze gekommen. „Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut und sind sehr gern hier“, sagte er. Die Obentraut-Zeitreise, ausgerichtet vom Stadtmarketing der Stadt Seelze in Zusammenarbeit mit dem Verband Christlicher Pfadfinder Lohnde, lockte fast 200 Zuschauer an.

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Der Reitergeneral, gespielt von Schauspieler Rainer Künnecke, tauchte gemeinsam mit dem Publikum und seinen angereisten Gästen in das Jahr 1625 ein. Unterstützt wurde er von weiteren 30 Darstellern, darunter acht Kindern und Jugendlichen. Sie alle hatten sich in einem dreitägigen Workshop auf den Auftritt im Bürgerpark vorbereitet und überzeugten in zeitgemäßen Kostümen.

Viele Stationen im Park

In zwei Zügen aufgeteilt gingen die Besucher von Station zu Station durch den gesamten Bürgerpark und ließen sich von spannenden Szenen beeindrucken. Sabine Mac-Levin war aus Letter gekommen und das erste Mal bei einer Zeitreise dabei. „Ich finde es großartig, ich bin begeistert“, sagte sie. Auch die anderen Besucher ließen sich von den Geschichten mitreißen: Erschrocken begegneten sie dem Tod, gerührt standen sie vor bettelnden Kindern und dankbar nahmen sie die Rosen der Liebe entgegen. Die Darsteller überzeugten in ihren Rollen, sangen sich mit „Bella ciao“ in die Herzen und ließen das Publikum auf dem Dorfplatz mitfiebern, als Kinder und Heilerin auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollten. Erst an dieser Stelle kam Obentraut als Retter ins Spiel und sorgte für Recht und Ordnung. Immer wieder wurden die Zuschauer mit in das szenische Spiel eingebunden, mussten Bänke tragen, spontan in Rollen eintauchen oder einfach nur eine Fackel halten. Die anderthalbstündige Zeitreise endete für alle am Lagerfeuer bei Würstchen, Wasser und Bier.

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Gäste besichtigen neues Heimatmuseum

Für die Gäste aus Stromberg gab es am Sonnabend vor den neuen Räumen des Heimatmuseums eine offizielle Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister Knut Werner und den stellvertretenden Ortsbürgermeister Werner Brzuska. Am Nachmittag stand der Besuch der Marktkirche in Hannover auf dem Programm – denn dort wurde Michael von Obentraut bestattet.

Von Heike Baake

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