Barsinghausen

Stadt zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen

Die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Brandts will mit der Fahne ein Zeichen gegen Gewalt setzen.

Die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Brandts will mit der Fahne ein Zeichen gegen Gewalt setzen.

Barsinghausen. Auf das Problem der Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen, Menschen sensibilisieren und vor allem auch aufklären, das hat sich Gleichstellungsbeauftragte Susanne Brandts zu Aufgabe gemacht. Sichtbar wird ihr Anliegen nun auch vor dem Rathaus, wo seit Donnerstagmorgen eine Fahne mit der Aufschrift „frei leben – ohne Gewalt“ weht. Die Stadt ist mit der Aktion einem bundesweiten Aufruf der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes nachgekommen, die seit 2001 Fahnen hisst, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

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Die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Brandts will mit der Fahne ein Zeichen gegen Gewalt setzen

Die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Brandts will mit der Fahne ein Zeichen gegen Gewalt setzen.

„Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt und sie umfasst viel mehr als die reine körperliche Gewalt“, sagt Brandts. Auch psychische und seelische Gewalt müsse Einhalt geboten werden. Und häusliche Gewalt betreffe nun einmal größtenteils Frauen, das belegen auch aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamts. Das hat in seiner Statistik 2017 bundesweit 139 000 Fälle von häuslicher Gewalt registriert; ein Anstieg von 28 Prozent seit 2016. In vier von fünf Fällen waren die Opfer weiblich.

Die Aktion solle auch Betroffenen helfen, ihnen zeigen, dass sie sich nicht schämen müssen. „Es ist nicht die Schuld der Opfer“, betont Brandts und bittet alle Betroffenen, sich an die Beratungsstellen in der Region Hannover zu wenden – unter anderem an das Frauenzentrum in Ronnenberg. Eine eigene Anlaufstelle für Frauen hat die Stadt Barsinghausen nämlich nicht. Allerdings hofft Brandts, dass sich das bald ändert. „Die Region erarbeitet ein Konzept, um die Hilfsangebote auszuweiten“, sagt sie und fügt hinzu: „Davon können wir in Barsinghausen vielleicht auch profitieren.“

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Von Lisa Malecha

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