Barsinghausen

Stadtbus steht auf dem Prüfstand

Die Stadtbus-Linie 502, hier beim Halt am ZOB, pendelt zwischen Hans-Böckler-Straße und Föhrenweg.

Die Stadtbus-Linie 502, hier beim Halt am ZOB, pendelt zwischen Hans-Böckler-Straße und Föhrenweg.

Barsinghausen. Trifft der Sparkurs bei der Regiobus-Gesellschaft auch den Stadtbus in Barsinghausen? Bislang stehen die beiden Innenstadt-Linien 501 und 502 zwar noch nicht auf der Streichliste, aber der Stadtbus kommt nach Angaben von Regiobus-Sprecher Tolga Otkun in absehbarer Zeit auf den Prüfstand. Mittlerweile gibt es neue Überlegungen, den Stadtbus für mehr Fahrgäste interessant zu machen.

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Montags bis sonnabends fahren laut Otkun zwischen 500 und 650 Personen auf jeder der beiden Stadtbus-Linien -- wobei die Linie 502 zwischen Hans-Böckler-Straße und Föhrenweg mehr Fahrgäste habe als die Linie 501 zwischen Glück-Auf-Straße und Sporthotel. „Diese Zahlen bewegen sich seit vielen Jahren nahezu unverändert auf diesem Niveau. Es wird nicht mehr, aber auch nicht weniger“, betont der Unternehmenssprecher.

Bei der Überplanung des Regiobus-Liniennetzes habe der 1997 in Barsinghausen eingeführte Stadtbus bislang noch nicht im Fokus gestanden. „Da gibt es auch keine Festlegungen, weder in die eine noch in die andere Richtung. Darum steht eine Abschaffung des Stadtbusses aktuell nicht zur Disposition“, erläutert Otkun.

In aller Ruhe wolle sich die Regiobus in naher Zukunft mit der Situation des Stadtbusses befassen -- und bewerten. Als Auftraggeber entscheide dann die Region Hannover über das Liniennetz.

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Für die Wählergemeinschaft Aktiv für Barsinghausen (AFB) steht fest: Ein attraktiveres Stadtbus-Angebot führt zu steigenden Fahrgastzahlen und lässt die Chancen auf einen Erhalt des Stadtbusses erheblich steigen.

Bei einer Informationsfahrt mit dem Stadtbus haben AFB-Mitglieder am Sonnabend  einige Anregungen gesammelt. Dazu gehören neue Streckenführungen, eine bessere Erreichbarkeit für ältere Menschen sowie eine zusätzliche Anbindung an das Gewerbegebiet Reihekamp.

„Für die älter werdende Bevölkerung ist das Angebot des Stadtbusverkehrs unverzichtbar“, sagt die AFB-Vorsitzende Daniela Dau. Viele Senioren nutzen die Möglichkeit, mit dem Bus zum Einkaufen oder zum Arzt zu fahren.

„Praktisch an jeder Haltestelle in der Siedlung stieg während unserer Fahrt am Sonnabendvormittag eine Person ein oder aus. Und eine Mehrheit der Fahrgäste war mit Gehhilfen unterwegs“, berichtet AFB-Ratsfrau Kerstin Beckmann.

Zu den regelmäßgen Stadtbus-Nutzern gehört auch die 76-jährige Brigitte Warnecke. „Ich fahre oft mit dem Bus, manchmal zwei- oder dreimal am Tag. So komme ich bequem in die Innenstadt mit den Geschäften und Praxen oder zum Spazierengehen in den Deister“, erklärt die Seniorin: „Ich bin froh, dass es den Stadtbus gibt. Vielen älteren Menschen geht es genauso.“

Von Frank Hermann

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