Neustadt

Stadtpfarramt hat einen neuen Pastor

Sebastian Thier wird vierter Pastor im Stadtpfarramt.

Sebastian Thier wird vierter Pastor im Stadtpfarramt.

Neustadt. Besucher des Gottesdienstes am Sonntag in der evangelischen Johanneskirche haben Sebastian Thier schon kennen gelernt. Dort hat der 52-jährige Pastor seine sogenannte Aufstellungspredigt gehalten und zum Thema Freiheit im Glauben gesprochen. Vor Februar an wird Thier ständig in Neustadt sein. Er übernimmt die seit einem halben Jahr durch den Wechsel von Dirk Heuer nach Hagen vakante vierte Pastorenstelle im gemeinsamen Pfarramt von Johannes und Liebfrauen mit ihren insgesamt 8500 Mitgliedern.

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„Wir freuen uns über den neuen Kollegen“, sagt Liebfrauen-Pastor Marcus Buchholz. Thier werde hauptsächlich in der Johannesgemeinde tätig sein und sich darüber hinaus Projekten in der gesamten Region Mitte widmen, zu der auch die Gemeinden in Bordenau, Poggenhagen, Mardorf und Schneeren zählen. Einen Schwerpunkt dabei bildet die Jugendarbeit. „Das hatten wir in der Stellenausschreibung auch ausdrücklich betont“, sagt Buchholz.

Thier ist Pastorensohn und wurde in Essen geboren, das seinerzeit noch vom Kohlebergbau und der Stahlproduktion geprägt wurde. „Unsere Eltern wollten, dass wir Kinder unter blauem Himmel aufwachsen“, berichtet er. Also zog die Familie nach Hannover-Wettbergen, wo Thier aufgewachsen ist. Sein Theologiestudium absolvierte er in Tübingen, Heidelberg und Göttingen. Zuletzt war er seit fast 16 Jahren Pastor der Martin-Luther-Gemeinde in der Südstadt von Peine.

Zum Wechsel nach Neustadt hat ihn die von Buchholz erwähnte Passage in der Stellenausschreibung bewogen. „Ich mache gerne Kinder- und Jugendarbeit“, sagt der Theologe. Johannes und Liebfrauen seien offene und freundliche Gemeinden mit vielen Aktivitäten, schildert er seine Eindrücke aus den Vorstellungsgesprächen. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern im Alter von 13 und 14 Jahren will er aus Peine nach Neustadt ziehen, und zwar ins Pfarrhaus der Johannesgemeinde.

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Thier bildet künftig ein Pastorenteam mit Anna Wißmann, Christoph Bruns und Marcus Buchholz. Allerdings – es gibt noch eine kleine Unwägbarkeit. Er wurde nicht durch den Kirchenvorstand gewählt, sondern von Landesbischof Ralf Meister ernannt. Die Regularien der evangelischen Kirche sehen für diesen Fall eine sogenannte Vokation vor. Nach der Aufstellungspredigt kann jedes Mitglied der Gemeinde, das Wahlrecht für Kirchenvorstandswahlen hat, Einspruch gegen die Personalie erheben. Dies muss bis zum 15. September schriftlich und unter Angabe von Gründen gegenüber dem Kirchenvorstand geschehen. Buchholz rechnet nicht mit einer Überraschung: „So weit ich weiß, ist es noch nirgendwo vorgekommen, dass jemand Einwendungen gegen die Besetzung einer Pfarrstelle vorgebracht hat.“

Von Bernd Haase

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