Stemmen

Stemmer erinnern an den „Kartoffelpastor“

Unter den Linden im Innenhof des Gutes genießen die Besucher das neunte Kartoffel- und Weinfest.

Unter den Linden im Innenhof des Gutes genießen die Besucher das neunte Kartoffel- und Weinfest.

Stemmen. Kleiner und kompakter als in den Vorjahren – so präsentierte sich das neunte Kartoffel- und Weinfest am Sonnabend auf dem Rittergut in Stemmen. Unverändert groß blieben der Genuss und der Spaß des Publikum an dieser spätsommerlichen Feier mit kulinarischen Vorzeichen. Abends gab es Tanz und Musik im Zelt.

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Angelika Krage (von rechts) und Sabine Rother verkaufen verschiedene hausgemachte Kartoffelsalate, spendiert von Einwohnern aus Stemmen

Angelika Krage (von rechts) und Sabine Rother verkaufen verschiedene hausgemachte Kartoffelsalate, spendiert von Einwohnern aus Stemmen.

Bereits rund 100 Minuten vor der offiziellen Eröffnung am Nachmittag kamen die ersten Besucher in den Innenhof des Rittergutes. „Sie konnten es kaum erwarten, dass es losgeht. Darum haben wir uns beeilt und etwas eher mit dem Fest begonnen“, sagte Werner Burose, zweiter Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins (HKV) Stemmen. Zudem hatte der HKV auf seiner Internetseite den Festbeginn zu einer falschen früheren Uhrzeit angekündigt.

Schnell füllte sich der Innenhof mit Gästen, die es sich auf den Bänken vor dem Weinkeller oder unter den drei großen Linden bequem machten – und in dieser Idylle die verschiedenen Speisevariationen mit Kartoffeln probierten. Dazu gehörten frische Kartoffelpuffer und Pommes Frites sowie hausgemachte Kartoffelsalate, zubereitet von Stemmer Bürgern.

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Manfred (von links), Ute und Kristina Mende aus Stemmen bereiten die Rosmarinkartoffeln zu

Manfred (von links), Ute und Kristina Mende aus Stemmen bereiten die Rosmarinkartoffeln zu.

„Mehr als ein Dutzend verschiedene Kartoffelsalate haben wir zur Auswahl. Kartoffelsalate mit Kürbis, mit Ei und Tomaten, mit Rosmarin und Speck. Sehr lecker“, erklärte Sabine Rother, die gemeinsam mit Angelika Krage hinter dem Verkaufstresen die Teller der Gäste füllte.

Direkt nebenan bereitete Manfred Mende an einem weiteren Stand gemeinsam mit Ehefrau Ute und mit Tochter Kristina die frischen Rosmarinkartoffeln zu. „Das ist ein Hobby von mir“, sagte Mende, während er die Kartoffeln in einer großen Pfanne umschaufelte.

Mit dem Kartoffel- und Weinfest erinnern die Stemmer an Elias Friedrich Schmersahl, der von 1746 bis 1755 als Gemeindepastor in Stemmen tätig war und damals die Kartoffel in Calenberger Land einführte. Schmersahl baute die seinerzeit noch unbekannte Erdknolle im Kirchgarten an – als nahrhafte Speise für die Menschen kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Zum ersten Mal richteten die Stemmer im Jahr 1994 ein großes Kartoffelfest zur Erinnerung an ihren einstigen Pastor aus, anlässlich des 750-jährigen Ortsjubiläums. Seitdem feiern die örtlichen Vereine dieses Fest im drei- bis vierjährigen Rhythmus auf dem Stemmer Rittergut der Familie von Rössing.

Von Frank Hermann

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