Neue Konkurrenz auf dem hannoverschen Markt

Strom kommt von der Genossenschaft

Erster Mieter im neuen Technologiezentrum: Eveen-Geschäftsführer Dieter Carstens mit Centermanagerin Susanne Blittersdorf.

Erster Mieter im neuen Technologiezentrum: Eveen-Geschäftsführer Dieter Carstens mit Centermanagerin Susanne Blittersdorf.

Hannover. „Möglichst immer einen Cent unter dem Preis des Grundversorgers“ biete man Strom an, verspricht Geschäftsführer Dieter Carstens. Das Unternehmen ist als Genossenschaft organisiert. Trotzdem muss niemand Anteile erwerben - über die einschlägigen Internetportale lässt sich der Strom relativ unkompliziert buchen.

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Vor zwei Jahren mit sechs festen Mitarbeitern gegründet, hat Eveen seine Personaldecke mittlerweile mehr als verdoppelt. Die Büros an der Expo-Plaza waren zu klein geworden, jetzt ist die junge Firma in das neue Technologiezentrum des Wirtschaftsförderers Hannoverimpuls nach Marienwerder umgezogen. Auch der Kundenstamm nehme rasant zu, sagt Sprecher Hubertus Freiherr von Schenck: Noch in diesem Jahr wolle das Unternehmen 30.000 Kunden haben und einen Umsatz von etwa 15 Millionen Euro erzielen.

Das Konzept klingt simpel. Gemeinsam mit etwa 250 deutschen Stadtwerken kauft Eveen an der Strombörse Energie zu Großhandelspreisen ein und stellt diese den Kunden zur Verfügung. Preiswerter als die Konkurrenz sei man wegen der schlanken Organisationsstruktur und wegen einer besonderen, extra entwickelten Computersoftware. In den nächsten fünf Jahren will Geschäftsführer Carstens seine Genossenschaft „unter den größten zehn unabhängigen Energieversorgern Deutschlands“ sehen.

Beim Vergleichsportal Verivox lässt Eveen sich nicht listen, weil dort Lockangebote der Mitbewerber im Vordergrund stünden, sagt von Schenck: „Da steigen die Tarife nach dem ersten Jahr an, solche Tricks gibt es bei uns nicht.“ Wer den Tarif für einen Vierpersonenhaushalt (4000 Kilowattstunden im Jahr) auf www.esos24.de mit den Stadtwerken Hannover vergleicht, erhält tatsächlich statt des enercity-Preises von 1170 Euro ein Angebot über 1038 Euro. Stadtwerkesprecher Carlo Kallen bestätigt die Zahlen. Allerdings sei der Verbrauch sehr hoch angesetzt, beim üblichen Vergleichswert von 2500 Kilowattstunden pro Jahr schnitten die Stadtwerke deutlich besser ab, beim Webstrom-Billigangebot von enercity sowieso. Auch seien die Preisgarantien bei den Stadtwerken langfristiger angelegt. Eveen ist sicher, mit seinem Konzept, das auch Naturstrom aus Wasserkraft umfasst, den Markt kräftig aufzuwirbeln.

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