Pattensen

Verwaltung: Effizienz soll geprüft werden

Die Arbeit der Mitarbeiter im Rathaus soll auf Effizienz untersucht werden.

Die Arbeit der Mitarbeiter im Rathaus soll auf Effizienz untersucht werden.

Pattensen. Kostet die geplante Organisationsuntersuchung der Stadtverwaltung möglicherweise nur Geld und bringt gar nichts? Diese Möglichkeit sprach der CDU-Fraktionsvorsitzende Horst Bötger in der Sitzung des Finanzausschusses an. Dabei wies er auf die Organisationsuntersuchung im Jahr 2009 hin. „Die hat rund 50.000 Euro gekostet, und das Ergebnis war bescheiden“, sagte Bötger.

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Die jetzt geplante Untersuchung soll sogar 75.000 Euro kosten. Allerdings soll sie auch einen ganz anderen Fokus haben, als diejenige von 2009. „Damals wurde die Verwaltung nur auf die Zahl der Stellen untersucht. Dieses Mal wollen wir konkrete Aussagen über die Effizienz der Arbeit haben“, sagte Bürgermeisterin Ramona Schumann. So bringe etwa eine pauschale Aussage, dass beispielsweise im Fachbereich Bau eine halbe Stelle zu wenig und im Fachbereich Sport eine halbe Stelle zu viel sei, wenig. „Rein fachlich ist es nicht möglich, dass wir einen Mitarbeiter des Bereichs Sport plötzlich mit einer halben Stelle in den Bereich Bau schicken“, sagte sie.

Den Antrag für das Projekt hatte Klaus Iffland (UWG/UWJ-Gruppe) gestellt. „In jedem Unternehmen schleifen sich bestimmte Strukturen über die Jahre ein und werden ineffizient. Es gibt immer Potenziale, die durch einen Blick von außen erkannt werden können“, sagte er. Der Rat hat seinem Antrag im diesjährigen Haushaltsbeschluss auch zugestimmt. Jetzt muss die Politik über die von der Verwaltung vorgelegte Leistungsbeschreibung für den künftigen Auftragnehmer beraten. Iffland zeigte sich grundsätzlich mit der Vorlage der Verwaltung einverstanden. Er sagte allerdings, dass die Bedeutung der geplanten Mitarbeiterinterviews noch mehr in den Vordergrund gerückt werden sollte. „Es darf nicht so laufen, dass der spätere Auftragnehmer die Untersuchung lediglich aufgrund von Aussagen aus der Verwaltungsspitze erstellt“, sagte er.

Die Verwaltung schlägt vor, dass sechs der insgesamt 14 Organisationseinheiten des Rathauses untersucht werden sollen. Drei soll der Auftragnehmer auswählen, und drei gibt die Stadt vor. Bötger drängte auf die konkrete Formulierung, dass der Rat die drei Organisationseinheiten vorgibt und nicht die Verwaltung. Schumann sagte, dass dies ohnehin so geplant ist. Die Verwaltung werde dem Rat lediglich Vorschläge unterbreiten.

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Die Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, Sandra Stets, sagte, dass der Absatz über die Geheimhaltung der geplanten Mitarbeiterinterviews noch konkreter formuliert werden sollte. „Es muss feststehen, dass die Geheimhaltung auch nach Abschluss des Projekts immer noch gilt“, sagte sie. Schumann sagte, dass die Verwaltung dies entsprechend ergänzen werde. Der Ausschuss hat die Vorlage mit einer Gegenstimme von Iffland als beraten angesehen, so dass die Verwaltung jetzt Zeit hat, die kritisierten Stellen zu überarbeiten. Die endgültige Entscheidung soll in der Ratssitzung am Donnerstag, 6. September, ab 19 Uhr im Mehrzweckraum des Rathauses fallen.

Von Tobias Lehmann

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