Ronnenberg

Vier Varianten für südliche Auffahrt

Die Brücke, die links über die Bundesstraße führt, ist für zwei Fahrstreifen zu schmal.

Die Brücke, die links über die Bundesstraße führt, ist für zwei Fahrstreifen zu schmal.

Weetzen. Die Idee ist am Ende zu einfach gewesen. Die CDU im Weetzer Ortsrat hatte einen Prüfantrag gestellt, der als Ergebnis die Möglichkeit aufzeigen sollte, den Stadtteil in südlicher Richtung an die Bundesstraße 217 anzuschließen. Nach rund eineinhalb Jahren hat die Landesbehörde für Straßenbau jetzt darauf geantwortet. Tenor: Mindestens vier Varianten der Umsetzung sind theoretisch denkbar. Hohe Kosten sind aber nicht die einzige Hürde auf dem Weg zu einer tatsächlichen Umsetzung.

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Rund neun Stunden am Tag sind die Bahnübergänge in Weetzen in Richtung Gehrden und Springe geschlossen, Tendenz steigend. Eine bauliche Verbesserung plant die Deutsche Bahn nicht, das wurde von Vertretern des Unternehmens während einer Infoveranstaltung im vergangenen Jahr deutlich gemacht. Für die Weetzer Ortsratsmitglieder war das der Auslöser, nach neuen Lösungen zu suchen. Zumal Rettungseinsätze sowie Besucher im Klinikum und bei Ärzten in Gehrden für die Dorfbewohner durch über weite Strecken des Tages geschlossenen Schranken erschwert werden.

Die Lösung könnte möglicherweise eine weitere Anbindung des Dorfes in südlicher Richtung am nördlichen Ortsrand sein. Einen entsprechenden Prüfantrag der CDU hatte der Ortsrat einstimmig befürwortet. Das Ergebnis dürfte die örtliche Politiker aber einigermaßen desillusionieren. Die einfache Lösung die Manfred Behrens ins Spiel gebracht hatte, eine Auffahrt an die bestehende Brücke anzubauen, ist bautechnisch und aus Verkehrssicherheitsgründen sich umsetzbar. Die Brücke, die aus Richtung Norden kommende die Abfahrt in Richtung Hauptstraße führt, ist zu schmal für eine zweite Spur, die dann in Richtung Süden wieder auf die Bundesstraße führen sollte.

Entsprechend schlagen alle vier vorgeschlagenen Varianten finanziell ziemlich ins Kontor. Wahrscheinlich sei für die günstigste Variante mit Kosten im unteren siebenstelligen Bereich zu rechnen, schreibt Fachbereichsleiterin Julia Fundheller in der Stellungnahme der Behörde. Eine genaue Berechnung sei zu jetzigen Stand der Betrachtung noch nicht möglich. Die Frage nach einer möglichen Kostenbeteiligung sei allerdings darin noch nicht einmal behandelt worden, stellt Wolfgang Zehler fest. Der Fachbereichsleiter der Stadt erwartet nicht, dass die betreffende Auffahrt gebaut wird. Die Straßenbaubehörde stellt dazu fest, dass es aktuell auch keine Pläne dazu gibt.

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Die Varianten haben alle Vor- und Nachteile. Die praktikabelste Lösung ist auch die teuerste und folgenschwerste. Diese beinhaltet laut Betrachtung der Straßenbaubehörde den Abriss der bestehenden Brücke und Bau einer neuen zweispurigen. Dies würde unter anderem auch während des Baus größere Verkehrsbehinderungen mit sich bringen. Außerdem müsste ein erst 20 Jahre altes Bauwerk geopfert werden.

Alternativ ist der Bau einer zusätzlichen Brücke für die zweite Spur, entweder im weiten Bogen nördlich der aktuellen Brücke, was erheblichen Flächenverbrauch bedeuten würde oder südlich davon, wo laut erster Einschätzung der Raum knapp werden könnte. In jedem dieser Fälle sei eine zusätzliche Brücke zu unterhalten.

Eine kleine Lösung wäre es, die benötigten Auf- und Abfahrten an die Brücke zwischen den Straßen Bettenser Berg und Weetzer Kirchweg anzuschließen. Der dort anfallende Verkehr müsste aber durch die genannten Straßen abgeleitet werden, die teilweise durch Wohngebiete führen und derzeit entsprechend verkehrsberuhigt ausgebaut sind.

Inwieweit eine dieser Varianten tatsächlich umsetzbar ist oder noch weitere Varianten denkbar sind, könnte nur eine detaillierte Variantenuntersuchung zeigen, heißt es in dem Schreiben. Insbesondere wären örtliche Höhenverhältnisse und Möglichkeiten unterhalb des Bauwerks der Verbindung Bettenser Berg/Weetzer Kirchweg ausschlaggebend. Hierfür stünden jedoch sowohl personelle als auch finanzielle Ressourcen derzeit nicht zur Verfügung, so Fundheller.

Von Uwe Kranz

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