Wennigsen

Wasserpark: Sanierung soll 2019 beginnen

Erst technische Aufrüstung der Teichanlagen, dann Neubau der Gebäude: Der Wasserpark Wennigsen soll ab 2019 mithilfe von Fördergeldern umfangreich saniert und umgebaut werden.

Erst technische Aufrüstung der Teichanlagen, dann Neubau der Gebäude: Der Wasserpark Wennigsen soll ab 2019 mithilfe von Fördergeldern umfangreich saniert und umgebaut werden.

Wennigsen. Der Finanzausschuss der Gemeinde hat ein deutliches Signal für die Zukunft des Wasserparks gesetzt. Damit das Naturbad ab Herbst 2019 mithilfe von Fördermitteln für rund 1,9 Millionen Euro saniert und umgebaut werden kann, soll ein neuer Nutzungsvertrag mit dem Trägerverein abgeschlossen werden. In seiner Sitzung sprach sich der Ausschuss mehrheitlich für eine Laufzeit von 25 Jahren und einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von 150 000 Euro aus – 50 000 Euro mehr als bisher. Sollte der Rat dieser Empfehlung folgen, soll bis zum 15. September einer von insgesamt zwei Förderanträgen gestellt werden.

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Bürgermeister Christoph Meineke hatte vor der Abstimmung die große Bedeutung des Vertrags hervor gehoben. Das bisherige Werk laufe nach fast 20 Jahren aus und müsse mit langer Laufzeit erneuert werden, um die für 20 Jahre gebundenen Fördermittel zu sichern. „Dann können wir jetzt den ersten und im nächsten Jahr den zweiten Antrag stellen“, sagte Meineke.

Mit dem neuen Kontrakt soll dem Trägerverein künftig ermöglicht werden, die Betriebskosten des Naturbades zu decken sowie saisonal bedingte Zusatzkosten und Reparaturen zu finanzieren. Mit zehn Prozent des Jahresbudgets sollen jeweils Rücklagen gebildet werden – auch als Co-Finanzierung der erhofften Förderung. Eine Bezuschussung in Höhe von 73 Prozent sei jedoch nur die Maximalquote, eine Kostenübernahme von 50 bis 65 Prozent wäre aber auch ein guter Erfolg, betonte der Bürgermeister.

Mit seinem Votum stellte der Ausschuss die Weichen für das gesamte Sanierungsprojekt. In der Sitzung wurden die Pläne detailliert vorgestellt. Demnach soll zunächst der Förderantrag für eine technische Aufrüstung und Umgestaltung der Badeteiche gestellt werden. Geplant ist, die Betriebssicherheit zu erhöhen, um behördlich angeordnete Schließungen wegen schlechter Wasserqualität zu vermeiden. Mit einem besseren Filtersystem und besserer Wasseraufbereitung im Regenerationsbereich soll künftig maximal mögliche Keimfreiheit in den Badeteichen erreicht werden. Dafür sind laut Planungsbüro auch eine Beckenabdichtung, bessere Durchströmung, Überlaufrinnen und Einströmdüsen notwendig. Geplant sind auch ein kleiner Sandstrand mit neuen Spielgeräten am Nichtschwimmerbecken und ein kleines Amphitheater. Die geschätzten Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt: rund 880 000 Euro.

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Etwa 1 Million Euro soll laut Planung der Neubau der Betriebsgebäude kosten, für den im Jahr 2019 eine Förderung beantragt werden soll. Auf dem Grundstück des Altbaus sollen neue Umkleiden und Sanitärbereiche entstehen, ein Mehrzweckraum, Kassenbereich, Kiosk, eine kleine Küche sowie ein Verwaltungsbereich mit Lagerflächen. Für die Vermietung der Umkleiden und Duschen hat der Trägerverein laut Vorstandsmitglied Martin Dankert bereits einen Vorvertrag mit dem TSV Wennigsen abgeschlossen. Außerhalb der Freibadsaison soll der Trägerverein zudem mit der Vermietung des Mehrzweckraumes Deckungsbeiträge erwirtschaften.

Das weitere Vorgehen: Sollte der Rat den Plänen zustimmen, wird der Verein als Bauherr den Förderantrag stellen. Die Gemeinde wird bis zur Auszahlung möglicher Zuschüsse in Vorleistung gehen. Mit einem Fördermittelbescheid und der entsprechenden Quote ist laut Kämmerer Michael Beermann im März 2019 zu rechnen.Vor der endgültigen Entscheidung für eine Sanierung will die hoch verschuldete Gemeinde auch noch das Einverständnis der Kommunalaufsicht einholen.

Von Ingo Rodriguez

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