Wasserstadt Limmer

Wasserstadt-Investor geht auf Konfrontationskurs mit der Stadt Hannover

Bevor die ersten Häuser stehen, droht ein Streit um die Altgebäude auf dem ehemaligen Conti-Gelände.

Bevor die ersten Häuser stehen, droht ein Streit um die Altgebäude auf dem ehemaligen Conti-Gelände.

Hannover. Beim Projekt Wasserstadt droht ein handfester Konflikt zwischen Bauunternehmer Günter Papenburg und der Stadt Hannover. „Die Stadt lässt mich im Regen stehen“, teilt Papenburg in einer Einladung zu einer Pressekonferenz mit, in der er am Montag seinem Unmut Luft machen will. Auch die Polizei will an der Pressekonferenz im Presse Club teilnehmen, um über Vandalismus und Kleinkriminalität auf dem Brachgelände Auskunft geben zu können. Die Stadt äußert sich zum Vorwurf des Bauunternehmers vorerst nicht, hat aber kurzerhand am Freitag zu einem Pressegespräch eingeladen, um ihrerseits über die Wasserstadt zu informieren.

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Konflikt um die Altgebäude in der Wasserstadt

Der seit Jahren schwelende Konflikt um die Altgebäude in der Wasserstadt entzündet sich neu, weil Papenburg der Stadt vorwirft, dass Vandalismus und Kleinkriminalität in den Ruinen von den zuständigen Ordnungsbehörden nicht verfolgt würde und für finanzielle Schäden sorge. Zur Veranstaltung des Presse Clubs ist deshalb auch der Leiter der Polizeidirektion West, Guido von Cyrson, eingeladen. Die Polizei will sich mit dem Verweis auf die Veranstaltung am Montag nicht zu dem ungewöhnlichen Vorgang äußern. Man habe sich dazu entschlossen, an dem Gespräch teilzunehmen, um Fragen zu den Einsätzen und der Kriminalitätslage auf dem Gelände der Wasserstadt beantworten zu können, erklärte Behördensprecherin Kerstin Wolff.

Papenburg sei auf ihn zugekommen, weil er die Nase voll habe, sagt Jürgen Köster, Vorsitzender des Presse Clubs Hannover. Der Presse Club habe ein Interesse daran, dass sich Hannover weiterentwickele. „Wir müssen zusammen sprechen und ein Ergebnis erzielen, dass von allen getragen werden kann“, sagt Köster. Auch Papenburg selbst hält sich auf Nachfrage mit Äußerungen vor der Veranstaltung am Montag zurück.

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Bürgerinitiative befürchtet Abriss der Conti-Gebäude

Der Streit zwischen Papenburg und der Stadt dreht sich offenbar auch um den Zeitpunkt eines möglichen Abrisses der Altgebäude auf dem ehemaligen Conti-Gelände. Einige der verbliebenen Gebäude sind denkmalgeschützt. Zusätzlich dienen sie als Lärmschutz für das neue Baugebiet. Vor einigen Wochen hat Papenburg jedoch mit dem Bau einer Lärmschutzwand begonnen, die laut Anliegerinformation schon Anfang Januar fertig sein soll. Die Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer befürchtet, dass der Bau der Lärmschutzwand das Aus für die Conti-Altgebäude auf dem Gelände sein könnte.

Von Sebastian Stein

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