Naturschutz

Bissendorf: Erstes Arbeitstreffen im Dialogprozess Kulturlandschaft sucht mögliche Biotope

Auf der Suche nach möglichen Biotopen: Landschaftsplaner Michael Jürging (Mitte) weist die Arbeitsgruppe um Susanne Brakelmann (links) und Daniel Leide an der Karte in die Aufgabe ein.

Auf der Suche nach möglichen Biotopen: Landschaftsplaner Michael Jürging (Mitte) weist die Arbeitsgruppe um Susanne Brakelmann (links) und Daniel Leide an der Karte in die Aufgabe ein.

Bissendorf. Mit dem Dialogprozess Kulturlandschaft will René Rakebrandt, Umweltbeauftragter der Gemeinde Wedemark, den Naturschutz vom Kopf auf die Füße stellen. Ein Experiment in Bürgerbeteiligung, dass nach einer informativen Auftaktveranstaltung im Mai jetzt mit der Testgemarkung Bissendorf und Bissendorf-Wietze in eine erste Phase der praktischen Umsetzung eingetreten ist.

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Planungen von Maßnahmen im Umwelt- und Naturschutz werden nach Rakebrandts Ansicht viel zu oft am grünen Tisch ersonnen – und stoßen entsprechend bei der Umsetzung vor Ort auf vermeidbare Schwierigkeiten. Doch der engagierte Umweltbeauftragte will nun das Know-how, das sich in den Ortschaften befindet, nutzen und aktivieren und dabei auch die unterschiedlichen Nutzerinteressen unter einen Hut bringen – von der Land- und Forstwirtschaft über die Jagdverbände bis zum Spaziergänger.

Zum ersten Arbeitstreffen im Bürgerhaus in Bissendorf waren zwar nur acht Teilnehmer gekommen, darunter Bissendorfs Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann (CDU) und ihr Amtskollege aus dem Nachbarort, Daniel Leide (CDU). Da aber jeder von ihnen gleich mehrere Institutionen und Verbände vertrat, dürften sich die gewonnenen Einsichten entsprechend verbreiten.

Hecken, Wegränder und Bachläufe im Blick

Zunächst ging es darum, mögliche Biotopflächen in der Gemarkung zu identifizieren. Dafür gab es zunächst noch einmal Informationen von Landschaftsplaner Michael Jürging von der Ingenieurgemeinschaft Agwa, der das Projekt begleitet. Welche Arten von Biotopen gibt es? Welche sind wie sinnvoll miteinander zu vernetzen? Dabei geht es nicht so sehr um die großen Flächen, sondern gerade auch um die kleinen Areale, Hecken, Wegränder oder Bachläufe, die als Puzzleteile in einem größeren Ganzen wirken können.

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„Wichtig sind die Akteure vor Ort“, betonte Rakebrandt, „die Identifikation mit dem Projekt und die Abstimmung untereinander“. Wichtig sei der Faktor Mensch, betonte auch der Naturschutzbeauftrage des Hegerings Wedemark, Folke Hein. „Es ist ein Unterschied, ob man in Bissendorf oder in Bissendorf-Wietze lebt.“

Ohne Wasser geht gar nichts

In der praktischen Phase des Arbeitstreffens wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet, die sich anhand von Karten Gedanken darüber machten, wo welche Biotope möglich sein könnten. „Drei oder vier der identifizierten Stellen werden wir in einem nächsten Schritt gemeinsam anfahren“, zeigte sich Rakebrandt im Anschluss zufrieden. „Dann werden wir auch mehr Akteure dabei haben.“ Schon jetzt aber kristallisierte sich ein zentrales Problem heraus: Bei allen Bemühungen um Biotopschöpfung, -erhaltung und -vernetzung geht es nicht ohne Wasser. Die Wasserrückhaltung wird damit zum entscheidenden Element des künftigen Naturschutzes werden.

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