Wennigsen

Weihnachtsmarkt benötigt dringend eine Geldspritze

Der Wennigser Weihnachtsmarkt benötigt finanzielle Unterstützung. Archivbild

Der Wennigser Weihnachtsmarkt benötigt finanzielle Unterstützung. Archivbild

Wennigsen. Die Botschaft, die Gunnar Supper an den Ortsrat Wennigsen richtete, war klar und deutlich: „Wir haben momentan nicht einmal die Möglichkeit, einen Beutel Schrauben zu kaufen“, sagte er in der Sitzung am Mittwoch. Seit vielen Jahren organisieren Supper und Philip Pappermann als Privatpersonen den traditionellen Weihnachtsmarkt rund um das Spritzenhaus. Doch Rücklagen können die beiden Veranstalter durch die jährlichen Einnahmen kaum bilden. Dabei sind diese momentan so notwendig, wie noch nie. Drei der neun Hütten sind laut Supper mittlerweile so marode, dass sie ohne umfassende Sanierung in diesem Winter nicht aufgestellt werden können. „Ohne finanzielle Unterstützung steht der Weihnachtsmarkt vor dem Aus“, sagte er.

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Doch vorerst können die Wennigser aufatmen. Auf Antrag von Hannelore Nimmrich (SPD) hat der Ortsrat einstimmig beschlossen, die Organisatoren in diesem Jahr mit 500 Euro zu unterstützen. „Ich kann mir Wennigsen ohne Weihnachtsmarkt eigentlich nicht vorstellen“, sagte sie. Diese Meinung teilten auch die weiteren Politiker. Auch Ortsbürgermeister Jan Weber befürwortete die Finanzspritze – obwohl Ortsratsmittel „eigentlich nicht zu verschenken“ seien, sagte er.

Dass die Organisatoren des Weihnachtsmarktes vor finanziellen Problemen stehen, war den Ortsratsmitgliedern offenbar nicht bewusst. Sie alle seien stets davon ausgegangen, dass die Wirtschaftliche Interessensgemeinschaft (WIG) als Veranstalter fungiere. Diesen Irrtum konnte Supper nun ausräumen. Zwar sei er Mitglied der WIG, doch den Weihnachtsmarkt organisiere er als Privatmann – und zwar mit allen Konsequenzen.

Aufkommende Schäden müssten Pappermann und er beispielsweise aus eigener Tasche zahlen. Bei der jüngsten Auflage im vergangenen Winter seien unter anderem zehn Glühlampen gestohlen worden, merkte Supper an. „Das ist im Geldbeutel dann schon deutlich zu spüren.“

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Um den Weihnachtsmarkt auch langfristig am Leben zu erhalten, warf CDU-Ortsratsmitglied Anselm Borrmann die Idee in den Raum, durch die Suche nach einer übergeordneten Trägerschaft die finanziellen Risiken der Organisatoren zu reduzieren. Denkbar sei seiner Meinung nach  auch, dass der Ortsrat oder die Gemeinde die Schirmherrschaft übernehmen könnte. „Es gibt sicherlich sinnvolle Alternativen zur jetzigen Situation“, sagte er.

Supper nahm die Diskussion im Ortsrat darüber hinaus zum Anlass, die Wennigser aufzurufen, sich ehrenamtlich am Weihnachtsmarkt zu beteiligen – sei es als Organisator oder durch Spenden.

Von Marcel Sacha

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