Abwechslungsreiches Programm

Von Bühne zu Bühne durchs Rapsfeld: Das war das erste Wennigser Kleinkunstfestival

Premiere geglückt: Jana Kämmerling und Erhard Schulz wollen im nächsten Jahr erneut das Kleinkunstfestival organisieren.

Premiere geglückt: Jana Kämmerling und Erhard Schulz wollen im nächsten Jahr erneut das Kleinkunstfestival organisieren.

Wennigsen. „So etwas Schönes habe ich noch nicht mitgemacht“, sagte Anne Budde. Damit meint die 69-Jährige das erste Wennigser Kleinkunstfestival R(h)apsodie & Comedy. Dieses hat am Sonntagnachmittag die Gäste mit einem ganz besonderen Konzept überzeugt. Denn die fünf verschiedenen Shows waren auf Bühnen in den Orten Sorsum, Evestorf, Bredenbeck, Argestorf und Wennigsen verteilt – und die Gäste fuhren gemeinsam mit dem Fahrrad von Bühne zu Bühne.

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Budde absolvierte die Tour gemeinsam mit ihrer Familie. Mit dem Rad, versteht sich. Im Vorfeld hatten die Organisatoren Jana Kämmerling und Erhard Schulz die rund 13 Kilometer lange Route in eine Karte eingezeichnet. Die Gäste konnten zwischen Radwegen entlang der Straße oder, getreu dem Titel, durch die Rapsfelder wählen. „Wir sind die Romantikroute durch die Felder gefahren“, erzählte Budde.

Publikum in fünf Gruppen aufgeteilt

Insgesamt 300 Karten hatte es für das Festival gegeben – schon acht Tage nach Verkaufsstart Mitte April waren sie ausverkauft. „Das hätten wir so nicht erwartet“, sagt Kämmerling. Da die Kapazitäten für das Publikum an den einzelnen Bühnen begrenzt war, teilte Kämmerling die Gäste vorab in fünf Gruppen ein. Jede Gruppe startete ihre Tour an einem anderen Ort und bewegte sich dann in vorgegebener Richtung weiter.

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Kämmerlings Plan ging auf. „Es ist toll organisiert“, sagte Budde. Auch Lena Köhne lobte das Konzept. Die Route sei leicht zu finden gewesen, erzählte die 24-Jährige. „Und wenn die Bühne einmal etwas versteckter war, standen Einweiser an der Straße“, berichtete sie. Dabei wäre der Plan fast schiefgegangen. Zauberer Momo hatte wegen Krankheit kurzfristig abgesagt, ein Ersatz musste her. „Anfänglich hatten wir etwas Stress“, erzählte Kämmerling. Der legte sich allerdings schnell wieder. Heiko Wiese aus Hannover, der als „Das Wiesel“ auftritt, sprang spontan ein.

„Sehr abwechslungsreich“

Das Programm selbst war kurzweilig. 20 Minuten hatten die Künstler für jede ihrer Shows, Beginn war immer zur vollen Stunde. „Es war sehr abwechslungsreich, sehr kreativ“, sagte Köhne. In Wennigsen etwa nahm Jürgen Meyer das Publikum mit einer Gesangscomedy mit auf eine musikalische Zeitreise „von damals bis heute“, wie er selbst sagte. Richtig Stimmung kam auf, als er zum Abschluss „Mein kleiner Grüner Kaktus“ anstimmte.

Gesangscomedy in Evestorf: Jürgen Meyer nahm die Gäste musikalisch mit in die Vergangenheit.

Gesangscomedy in Evestorf: Jürgen Meyer nahm die Gäste musikalisch mit in die Vergangenheit.

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In Evestorf standen die Veranstalter als Jana Luna und Jango Erhardo selbst auf der Bühne. Gleich mit ihrem ersten Beitrag spielten sie auf das Fortbewegungsmittel der Gäste an. Zu dem Lied „Fahrrad fahr´n“ von Max Raabe zeigten sie einen Mix aus Pantomime und Tanz. Später forderten sie das Publikum auf, einen Luftballon aufsteigen zu lassen – pantomimisch, versteht sich. Die Zuschauerinnen und Zuschauer spendete reichlich Applaus, und auch die Künstler selbst waren sichtlich zufrieden.

Nächstes Jahr soll es weitergehen

„Was für ein toller Tag“, sagte Kämmerling nach dem letzten Auftritt. „Die Gäste haben gute Laune mitgebracht.“ Nächstes Jahr, darin sind sie und Schulz sich einig, soll es das Festival wieder geben. Ein paar Dinge hatten die Gäste dann doch anzumerken. Köhne hätte sich gewünscht, bei dem guten Wetter draußen statt drinnen die Shows sehen zu können. Budde bedauerte, dass die Zuschauerzahl so begrenzt gewesen sei. Die Organisatoren wollen die Eindrücke nun erst mal sacken lassen – und sich dann das Konzept für das nächste Jahr noch einmal ganz genau anschauen.

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