Sicherheit in der City

Wer darf beim Ordnungsdienst mitmachen?

Die Mitarbeiter der Servicegruppe Innenstadt bilden die Basis für den neuen Ordnungsdienst. Demnächst soll die die Truppe einheitliche Uniformen bekommen.

Die Mitarbeiter der Servicegruppe Innenstadt bilden die Basis für den neuen Ordnungsdienst. Demnächst soll die die Truppe einheitliche Uniformen bekommen.

Hannover. Der neue städtische Ordnungsdienst geht mangels geeigneter Bewerber zunächst nur mit der halben Mannschaftsstärke auf Streife, die Stadtverwaltung will dennoch nicht jeden nehmen. Erstmalig hat Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (SPD) bekannt gegeben, wie die Ordnungshüter, die unter anderem Platzverweise aussprechen können, qualifiziert sein müssen. Grundsätzlich sollten Bewerber eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen, „am liebsten im Bereich der Verwaltung“, sagte von der Ohe kürzlich bei einer Sondersitzung des Bezirksrats Mitte in der VHS. In Zusammenarbeit mit der Polizei werde man die Kandidaten schulen.

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„Wir haben mehr als 200 Bewerbungen bekommen“, sagt Fachbereichsleiterin Helga Diers in der Sitzung. Entscheidend seien neben der abgeschlossenen Ausbildung soziale Kompetenzen. „Wir erwarten Bürgerfreundlichkeit sowie Kooperations- und Konfliktfähigkeit“, sagt Diers. Eine wichtige Rolle spiele die Hospitation. Einen Tag lang sollen die Bewerber mit altgedienten Kollegen mitlaufen und den Arbeitsalltag erleben.

Grundstock der Ordnungstruppe bilden die zehn Mitarbeiter der Servicegruppe Innenstadt, die seit mehreren Jahren in der City nach dem Rechten schauen. Die Ordnungshüter dürfen unter anderem Personen durchsuchen und Identitäten prüfen. Die Trinkerszene, sowie Bettler und Straßenmusikanten soll der Ordnungsdienst im Auge behalten.

Auch private Sicherheitsdienste sind im Auftrag der Stadt unterwegs, etwa auf dem Weißekreuzplatz und auf dem Raschplatz. Die privaten Patrouillen träten zum Teil sehr robust auf, sagt Susanne Müller-Jantsch, Geschäftsführerin des Kulturzentrums Pavillon, in der Sitzung. „Sie meinen, dass das Betteln in Hannover jetzt grundsätzlich verboten sei“, erzählt Müller-Jantsch. Von der Ohe betont, dass Bettler nach wie vor zum Straßenbild gehörten, jedoch wolle man dem aggressiven und Mitleid erheischenden Betteln, etwa mit Kindern im Arm, einen Riegel vorschieben. „Auf dem Raschplatz werden wir den privaten Sicherheitsdienst durch unseren kommunalen Ordnungsdienst ersetzen“, sagt von der Ohe. Auf dem Weißekreuzplatz sollen weiterhin private Sicherheitsleute Streife laufen.

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Von Andreas Schinkel

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