Wunstorf

Werbegemeinschaft plant neue Citygutscheine

Thorsten Schäker (links) und Michael Schaer planen für die Werbegemeinschaft ein anderes System für Citygutscheine.

Thorsten Schäker (links) und Michael Schaer planen für die Werbegemeinschaft ein anderes System für Citygutscheine.

Wunstorf. Zunächst das wegen massiver Unregelmäßigkeiten bei den Citygutscheinen entstandene finanzielle Problem lösen, dann ein anderes System für Citygutscheine einführen. So ist der Plan der Werbegemeinschaft – und er scheint aufzugehen.

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„Ja, wir haben schwierige Zeiten hinter uns, aber wir blicken nach vorne.“ Der das sagt, wollte nie das sein, was er jetzt ist. Michael Schaer hat den Vorsitz der Werbegemeinschaft Wunstorf im vergangenen Jahr übernommen. Damit hat er wie seine Vorstandskollegen Verantwortung übernommen in einer Krise, wie sie die 1971 gegründete Werbegemeinschaft noch nie erlebt hat. Aber es sieht so aus, als führe der Vorstand die Gemeinschaft nun endgültig aus dieser Krise heraus. „Alle ziehen mit und haben sich der Verantwortung gestellt“, lobt Schaer die etwa 70 Mitglieder.

Der Drei-Jahresplan zur finanziellen Konsolidierung soll Ende 2019 erfüllt sein. „Wir hoffen, dass wir das schon früher schaffen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Thorsten Schäker.

Das Problem: Es fehlte Ende 2016 reichlich Geld in der Gutschein-Kasse. Geld, das hätte vorhanden sein müssen, weil Kunden es mit dem Kauf von Citygutscheinen eingespielt hatten. Aber irgendetwas ist schief gelaufen und plötzlich wurde das Loch in der Kasse sichtbar.

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Schaer, Stellvertreter Schäker und die anderen Vorstandsmitglieder sind daraufhin aus der zweiten Reihe in die erste Riege getreten. Sie haben 2017 viel geackert. Mehr als 40 interne Sitzungen sowie ungezählte Termine für Gespräche mit Externen haben sie absolviert. Und sie haben einen Weg gefunden. Gültige Gutscheine wurden registriert und gegen Registrierscheine getauscht. „Kein Kunde wurde im Regen stehen gelassen“, sagt Schaer. Inzwischen liegt eine neue Bilanz vor: 59000 Euro nicht gedeckter Citygutscheine müssen aufgebracht werden.

Um das zu stemmen, hatte die Gemeinschaft sich ein rigides Sparpaket auferlegt. Säulen waren unter anderem das Einsparen jeglicher Aufwandsentschädigungen für den Vorsitzenden und erhöhte Standmieten, mit denen sich Schausteller des Weihnachtsmarktes am Sanierungsplan beteiligen. Zudem übernahmen Vorstandsmitglieder beim Aufbau des Weihnachtsmarktes Aufgaben, die zuvor bezahlte Helfer erledigt hatten. Gastgruppen wie Bläserkreis und Tanzkreis Wunstorf verzichteten auf Honorare in früherer Höhe. Einzig ein Mitarbeiter ist auf Basis eines geringen Beschäftigungsverhältnisses für die Innenstadt tätig.

Für Besucher wirkte sich der Sparkurs nicht aus. Alle Veranstaltungen in der Innenstadt blieben im Kalender. „Allerdings haben wir momentan keinen Raum für zusätzliche Veranstaltungen“, sagt Schaer.

Konturen für ein neues Gutscheinsystem sind ebenfalls sichtbar. Unterschied: Die Verwaltung des Systems wird in externe Hände gelegt, dafür gibt es Dienstleistungsunternehmen. Den Vertreter einer solchen Firma hatte der Vorstand vor wenigen Tagen zu Gast. Probleme wie in der Vergangenheit sollen so vermieden werden.

Es seien bis 2016 eklatante Dinge passiert, aber „wir ziehen darunter einen Schlussstrich“ , sagen die beiden Vorständler. Eine Mitgliederversammlung muss irgendwann diesen Schlussstrich noch beschließen.

Werbegemeinschaft für Parkdeck

Die Bewältigung der folgenreichen Citygutschein-Krise hat viel Kraft der Vorstandsmitglieder gebunden. Künftig wollen sie sich zudem wieder verstärkt um wichtige Themen rund um Handel und Wandel kümmern. In den politischen Gremien der Stadt wird bald über Parkraum in der Innenstadt diskutiert. Die Werbegemeinschaft plädiert für ein Parkdeck auf dem Nordwallparkplatz. Übrigens keine neue Idee: In der Leine-Zeitung forderte das schon 1992 der damalige Vorsitzende Hans Jahns. 

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Von Albert Tugendheim

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