Neustadt

Wirtschaftsvertreter für Rathaus Marktstraße

Eine Karte zeigt, welche Flächen im Plangebiet Marktstraße Süd bebaut werden könnten. Die orangefarben gekennzeichneten Flächen bleiben demnach frei.

Eine Karte zeigt, welche Flächen im Plangebiet Marktstraße Süd bebaut werden könnten. Die orangefarben gekennzeichneten Flächen bleiben demnach frei.

Neustadt. Wirtschaftsverbände und Wirtschaftsförderung in Neustadt werben dafür, beim bevorstehenden Bürgerentscheid mit „Nein“ abzustimmen. Mit ihrem Votum blieben Gemeinschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) und Nordkreisinitiative (NKI) einer Erklärung treu, die sie bereits im Jahr 2016 gemeinschaftlich abgegeben haben. Wirtschaftsförderer Uwe Hemens sieht insbesondere die neuen Handelsflächen als Gewinn für die Innenstadt.

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Für den Plan, in einem Zug Rathaus und neue Einzelhandelsflächen im Bereich Marktstraße Süd anzusiedeln, spreche die Aussicht, die Innenstadt nachhaltig zu beleben, sagt NKI-Sprecher Markus Heumann. „Das ist eine Chance, einen neuen Handelsstandort zu bekommen –und damit verdient man am Ende des Tages auch wieder Geld“, sagt er. Er habe auch kein Problem damit, wenn die Stadt oder ihre Wirtschaftsbetriebe dabei als Investor auftritt und sich auch um die Vermietung kümmert – so, wie es auch mehrheitlich von den gewählten politischen Vertretern abgesegnet worden sei. „Die Flächen sind ja begehrt, die lassen sich mit Sicherheit gut vermieten“, sagt Heumann.

Das bestätigt auch Uwe Hemens, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Etliche Anbieter interessierten sich für den Standort, darunter beispielsweise ein Bio-Supermarkt. Auch die Bekleidungskette H&M, die im umgebauten Kaufhaus nebenan einziehen wird, habe seinerzeit ihre Entscheidung für Neustadt vor dem Hintergrund getroffen, dort im Hinterhof werde noch etwas passieren. Hemens sieht in der städtischen Investition die Chance auf eine dringend notwendige Belebung. „Wir haben Nachholbedarf bei größeren und modernen Handelsflächen. Neustadt hat viel Kaufkraft, aber die Leute geben ihr Geld vielfach woanders aus.“ Ein Rathaus, das auch noch Platz für kulturelle Veranstaltungen biete, sei die ideale Ergänzung. Schließlich seien städtische Angestellte auch Kunden.

Was den bevorstehenden Bürgerentscheid angeht, hätten die Initiatoren sich offenbar gut beraten lassen, sagt Hemens. „Wir haben im Moment viel damit zu tun, den Leuten zu erklären, dass sie am 19. August mit Nein stimmen müssen, wenn sie für Rathaus und Handelsflächen an der Marktstraße Süd sind.“

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In einer Info-Veranstaltung am Mittwoch in Hagen haben Heumann und Hemens gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Sternbeck und Projektleiter Friedrich Wippermann für die Planung Marktstraße Süd geworben. Die Stadt hat inzwischen eine Übersicht vorgelegt, welche Flächen im Bereich Marktstraße Süd konkret bebaut werden würden. Demnach würde auch ein Teil der Grünfläche an der Herzog-Erich-Allee als „archäologische Schutzzone“ erhalten bleiben.

Von Kathrin Götze

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