Uetze

Wo sich die Fuhse durch den Wald schlängelt

Ein Holzsteg führt in der Herrschaft über die Fuhse.

Ein Holzsteg führt in der Herrschaft über die Fuhse.

Ausgangspunkt meiner kleinen Wanderung ist der am Waldrand gelegene Parkplatz am Herrschaftsweg. Mich zieht es nicht gleich in den Wald: Den schönsten Abschnitt meines Spazierwegs will ich mir fast bis zum Schluss aufheben. Daher gehe zunächst ich auf dem Dritten Gemeindewiesenweg in Richtung Spreewaldseen. Ein tiefer Entwässerungsgraben, der während der Flurbereinigung angelegt wurde, säumt den asphaltierten Wirtschaftsweg. Dort, wo heute Landwirte Kartoffeln, Mais, Getreide, Zuckerrüben und Zwiebeln anbauen, haben sie vor der Flurbereinigung auf Grünland ihre Kühe geweidet und Heu geerntet.

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Am Wegesrand wachsen hier und dort Gemeiner Bärenklau und Indisches Springkraut, dessen rosa Blüten nicht zu übersehen sind. Das Indische Springkraut, das eigentlich auf dem indischen Subkontinent heimisch ist, droht, bei uns als Neophyt ganze Pflanzengesellschaften zu verdrängen. Der Pflanze begegne ich noch mehrmals.

Nach 20 Minuten erreiche ich die Spreewaldseen. Nachdem ich meinen Blick vom nördlichen Ufer aus über die Wasserfläche der künstlichen Seenlandschaft habe schweifen lassen, kehre ich zum Weg zurück, der die Gemeindewiesen mit dem Schilfbruch verbindet.

An einer Schutzhütte biege ich auf einen unbefestigten Waldweg ab, der mich in die Herrschaft führt. Jetzt im Sommer entdecke in dem Eichen- und Buchenwald die kleinen gelben Blüten des heimischen Echten Springkrauts. Im Frühjahr bedecken hier die weißen Blütenteppiche von Buschwindröschen und Großen Sternmieren den Waldboden.

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Seit Juni 2007 sind 63 Hektar der Herrschaft Friedwald. An einer Wegbiegung treffe ich auf die erste Informationstafel, die Spaziergänger auf die Bestattungen im Wald hinweist. Ganz in der Nähe befindet sich eine Waldwiese, auf der der frühere Revierförster Jochen Scheffler in den Neunzigerjahren ein paar Obstbäume gepflanzt hat.

Hinter der Brücke am Friedwald-Parkplatz folge ich durch Brennnesseln einem Trampelpfad, der mich an das Ufer der Fuhse führt. Nun beginnt der schönste Abschnitt meines Spazierwegs. Der Pfad führt größten Teils direkt am Ufer der Fuhse entlang. Hier ist der fast 100 Kilometer lange Fluss noch naturbelassen. Er fließt mit vielen Kehren durch die Herrschaft und bildet steile Prall- und flache Gleitufer aus. Vereinzelt sind Bäume, deren Wurzeln frei gespült worden sind, ins Wasser gefallen.

Am Holzsteg, der über die Fuhse führt, verlasse ich den Trampelpfad und erreiche nach wenigen Metern wieder den Herrschaftsweg.

Urlaub vor der Haustür

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wir zeigen Ihnen schöne Ecken direkt vor Ihrer Haustür, wo Sie einen entspannten Urlaubstag oder ein paar unbeschwerte Stunden verbringen können. Haben Sie selbst Tipps für Tagesausflüge, reizvolle Touren mit dem Fahrrad oder zu Fuß, schreiben Sie uns unter uetze@haz.de oder rufen Sie uns einfach an unter Telefon (0 51 36) 97 82 90.

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