Zum Artikel „Spielregeln für das Mobilfunknetz der Zukunft“ vom 1. September.

5G: Schlimmer, als den Kopf in die Mikrowelle zu stecken

In Fachartikeln kann man als weitere Vorteile lesen, dass die Schaltzeiten in den Netzen verkürzt werden und der Stromverbrauch erheblich reduziert wird.

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Das sind alles positive Eigenschaften, welche Investitionen der Netzbetreiber in Milliardenhöhe rechtfertigen. Leider wird nicht gesagt, wie diese Verbesserungen erreicht werden sollen. Die neue 5G-Übertragungstechnik erfordert zum Beispiel Sendefrequenzen von mehr als 20 Gigahertz (Ghz). Im Vergleich dazu arbeitet ein Mikrowellenherd mit 2,45 Ghz, also mit einer um den Faktor 10 niedrigeren Frequenz.

Die extrem kurzwellige 5G-Übertragung kann nur kurze Entfernungen überbrücken und keine Mauern durchdringen. Deshalb ist es notwendig, sehr viele Sender in kurzen Abständen ohne Hindernisse zwischen den Sendern aufzubauen. Als Sendestandorte bieten sich Verkehrsschilder, Hinweisschilder, Gullideckel und Ähnliches an. Die Strahlung kommt also nicht mehr von oben, sondern von unten und von der Seite, bis in Kopfhöhe. Das Ziel von Politik und Wirtschaft ist eine lückenlose Abdeckung aller Lebensbereiche.

Niemand hält seinen Kopf freiwillig in die Mikrowelle, aber künftig wird die Ganzkörperbestrahlung mit einer zehnfachen Mikrowelle staatlich verordnet. Begleitende Forschung zu gesundheitlichen Nebenwirkungen wurde im Übrigen schon vom damaligen Verkehrsminister Dobrindt eine Absage erteilt. Wie schon in vielen Fällen vorher (Feinstaub, Autoabgase, Braunkohleverbrennung etc.) wird wieder einmal das wirtschaftliche Interesse höher bewertet, als die Gesundheit der Menschen im Lande.

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Werner Schoch

Stadthagen

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