Kreis Schaumburg / Freisprechung

„Älteren ruhig mal Dampf machen“

Eine „Lobende Anerkennung“ für sehr gute Prüfungsleistungen erhalten Björn Gräbe (von links), Catia Klemme, Insa Windheim, Martin Krejan, Marc Neugebauer und Maren Droste.

Eine „Lobende Anerkennung“ für sehr gute Prüfungsleistungen erhalten Björn Gräbe (von links), Catia Klemme, Insa Windheim, Martin Krejan, Marc Neugebauer und Maren Droste.

Stadthagen. Nur fünf der zu den Prüfungen angetretenen Auszubildenden sind durchgefallen. Unter den insgesamt 15 Ausbildungsberufen waren die Kaufleute im Einzelhandel in der Saison 2009 mit 39 Absolventen der zahlenmäßig stärkste Ausbildungsberuf, gefolgt von den Bürokaufleuten (23 Teilnehmer).

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Lobende Anerkennungen der IHK für besonders gute Leistungen bekamen Björn Gräbe (Neschen AG, Bückeburg), Catia Klemme (Scheffer Heimtex Fachmarkt, Stadthagen), Martin Krejan, Maren Droste, Marc Neugebauer (Edeka Markt, Minden) und Insa Windheim (Raiffeisen-Landbund, Niedernwöhren).

„Das sind die Azubis a. D.“, moderierte der Leiter der IHK-Geschäftsstelle, Martin Wrede, die Abschlussfeier an. Peter Klocke, Vize-Präsident der IHK Hannover-Hildesheim, räumte in seiner Rede an die Absolventen ein: „Sie haben ihren Berufsstart in einer Zeit mit konjunkturell stürmischem Seegang.“ Die neuesten Wirtschaftsdaten verhießen aber „eine leicht aufgehellte Perspektive“. Insofern gelte es, optimistisch „die Ärmel hochzukrempeln und sich kreativ und innovativ in das derzeitige Berufsleben einzubringen“.

Der Leiter der Stadthäger Berufsschule, Jürgen Steltner, ermunterte die jungen Leute, „Impulsgeber für Reformen und Veränderungen zu sein, die einem besseren Miteinander in Arbeitswelt und Gesellschaft dienen“. Dabei könne es angebracht sein, riet der Berufsschul-Pädagoge, „den Älteren ruhig man etwas Dampf zu machen“. Gleichermaßen sei es aber wichtig, „stets selbstkritisch und flexibel zu sein“.

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Ganz unterschiedlich sind die Perspektiven der Absolventen. Viele verfügen bereits über eine feste Stelle, etliche bewerben sich noch um eine solche, wieder andere streben das (Fach-)Abitur an. Zwei Beispiele: Der Lindhorster Lars Senftleben (21), frisch ausgebildeter IT-System-Kaufmann, ist sehr optimistisch: "Es sieht ganz danach aus, dass ich in meinem Ausbildungsbetrieb bleiben kann, was ich sehr schön fände." Die Bückeburgerin Jeanine Bäcker (19) hingegen erzählte: "Wegen der Folgen der Wirtschaftskrise konnte mich mein Betrieb leider nicht übernehmen." Nun will sie an der Volkshochschule ihr Abitur "bauen", nebenbei wird sie in einem 400-Euro-Job Geld verdienen. ssr

Eine Namensliste aller Absolventen finden Sie auf Seite 10. Bilder von diesen präsentieren wir in einer Sonderveröffentlichung in der SN-Ausgabe von Sonnabend, 27. Juni.

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