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Hohe Auslastung

Ärztemangel in Schaumburg wird noch schlimmer

Zentrale Frage in ländlichen Regionen: Woher sollen die Ärzte kommen?

Zentrale Frage in ländlichen Regionen: Woher sollen die Ärzte kommen?

Landkreis. Preising organisiert bei der Region Hannover das Projekt „Urban Rural Solutions“. Jetzt sei die Chance, Modelle zu entwickeln und zu testen, erklärte Preising in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses für Soziales und Gesundheit. Da Schaumburg im Rahmen des Projekts gemeinsam mit Hameln-Pyrmont eine Schwerpunktregion für das Thema der hausärztlichen Versorgung ist, ging Preising auf den aktuellen Stand ein.

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Er diagnostizierte ein Problem beim Verhältnis Arzt/Einwohner: Schaumburgs größere Zentren bedienten das Umland mit, kleinere Siedlungen seien dagegen unterversorgt.

Wie man dem entgegenwirken könne, lasse sich derzeit in Rinteln beobachten. Die Stadt selbst sei ärztlich gut versorgt, im Ortsteil Krankenhagen ist das Gegenteil der Fall. Darum habe man mit lokalen Ärzten und weiteren Beteiligten gemeinsam das Konzept einer Stadt-Land-Kooperation entwickelt, in deren Rahmen zunächst eine vorübergehend geöffnete Zweigpraxis eingerichtet werden soll.

Berufs- und Kooperationsnetzwerk aufbauen

Ein weiterer Ansatz ist der Aufbau des Berufs- und Kooperationsnetzwerks „Praxis in Sicht“. Es soll bereits in der Schulzeit auf potenzielle Medizinstudenten zugehen und sie bis zum Berufsausstieg begleiten. „Wir sind uns bewusst, dass es Aufwand bedeutet“, sagt Preising. „Aber die Vorarbeiten sind nun gemacht und es stehen viele Möglichkeiten offen.“

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Die hausärztliche Versorgung „brennt uns unter den Fingern“, sagte die Ausschussvorsitzende Heidemarie Hanauske (SPD) bei der Vorstellung der Ergebnisse. Der Erste Kreisrat Klaus Heimann sieht die Ärztefrage im größeren Zusammenhang der Daseinsvorsorge. Dazu gehöre zum Beispiel auch die Mobilität.

Eine Möglichkeit, den künftigen Herausforderungen zu begegnen, ist der Aufbau Schaumburgs als sogenannte Gesundheitsregion. Unter diesem Namen fördert die Landesregierung „die Entwicklung von kommunalen Strukturen und innovativen Projekten, die eine bedarfsgerechte und möglichst wohnortnahe Gesundheitsversorgung zum Ziel haben“, wie es beim Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung heißt.

Neue Stelle für die Koordinierung

Lea Oesterle, Fachreferentin der Landesvereinigung Gesundheit, erklärt: Primär gehe es darum, Strukturen und Netzwerke aufzubauen und sich fachübergreifend auszutauschen.

Darüber hinaus seien – wenn auch relativ geringe – Förderungen möglich, bis 2020 maximal rund 93 000 Euro jährlich. „Es geht darum, passgenaue Lösungen zu finden, von der Region für die Region“, erklärte Oesterle im Sozialausschuss. „In anderen Kreisen wurde bereits viel darüber bewegt, trotz eines minimalen Ressourcenaufwands.“

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Nach dem Willen der Ausschussmitglieder soll der Aufbau einer solchen Region weiter vorangetrieben und die dafür erforderlichen Ressourcen bereitgestellt werden. Über die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen stimmten die Mitglieder grundlegend überein. Ziel ist, eine regionale Steuerungs- und einzelne Arbeitsgruppen zu bilden, welche konkrete Handlungsansätze und Projekte entwickeln sollen. Das beinhaltet auch die Schaffung einer neuen Stelle, die für die Koordinierung zuständig ist. „Darüber hinaus ist nicht einzuschätzen, was wir aufwenden müssten“, sagte Heimann. In jedem Fall müsse man „in Ruhe und besonnen über einzelne Projekte reden“.

Im November steht das Thema auf der Tagesordnung des Kreisausschusses. tro

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