Rehren / Warnung vor fahrenden Händlern

25 Kilo Kartoffeln, zehn Apfelsinen für 70 Euro

Rehren (la). Plötzlich ist eine Frau an der Tür
"Ich verstehe selber nicht, dass mir so etwas passieren konnte", sagt die Frau gegenüber dieser Zeitung. Sie sei derzeit gehandicapt und müsse nach einer Meniskusoperation an Krücken gehen. Als es gestern an ihrer Haustür sturmgeklingelt hat, konnte sie zunächst durch die Glastür nur erkennen, dass dort eine Frau mit Schürze stand.
"Die hat schon so gestanden, dass ich nicht erkennen konnte, wer es war", erzählt die Rehrenerin.

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Sie habe trotzdem geöffnet und die Frau, die zwar ohne Akzent, aber ein sehr schlechtes Deutsch sprach, habe ihr Äpfel angeboten. Das Angebot hat die Auetalerin abgelehnt, da sie ausreichend Äpfel im Keller lagert. Schließlich überredete die Unbekannte sie aber dazu, Kartoffeln zu kaufen. Angeblich seien diese in Säcken zu 25 Kilogramm verpackt, und so entschloss sich die Rehrenerin, diese Menge abzunehmen. Als es um die Frage nach der Sorte ging, bot die Unbekannte plötzlich zwei 12,5-Kilogramm-Beutel an.

Reaktion ist nicht möglich gewesen
"Da war mir schon klar, dass sie mich belogen hat, aber irgendwie habe ich nicht reagiert", erzählt die 74-Jährige.

Die Unbekannte habe den Lieferwagen herangewunken, der so vor dem Haus geparkt wurde, dass das Kennzeichen nicht zu sehen war. Ein Mann brachte der Rehrenerin die Kartoffeln freundlich in den Keller und bei den Apfelsinen, die die Frau auch kaufen wollte, habe er sogar einige mehr eingepackt. Der Mann verschwand und die Unbekannte ging mit der Käuferin in die Küche.

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„Ich hatte 30 Euro in der Hand und die Frau rechnete mit einem Taschenrechner den Preis aus, was ich umständlich fand für diese zwei Posten“, so die Rehrenerin. Als sie dann 70 Euro bezahlen musste, habe sie noch Geld aus ihrem Portemonnaie geholt und der Unbekannten gegeben. Erst als diese dann aus der Tür war, sei ihr der hohe Betrag aufgefallen.

Nie wieder Haustürgeschäfte
"Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passieren könnte, aber es ist geschehen und ich möchte andere warnen, solche Haustürgeschäfte nicht zu machen", so die 74-Jährige. Bei der Polizei sprach man von Wucher und auch von dort wurde die Warnung vor Geschäften mit fliegenden Händlern ausgesprochen.

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