Rolfshagen

Rolfshagen wiedervereint – Geschäftsleute atmen auf

Bäckerei: Xandra Lucks ist froh, dass die Kreisstraße wieder frei ist. „Länger hätte es nicht dauern dürfen.“

Bäckerei: Xandra Lucks ist froh, dass die Kreisstraße wieder frei ist. „Länger hätte es nicht dauern dürfen.“

Rolfshagen (la). Wer ins Dorf wollte, musste den 16 Kilometer langen Umweg über Bernsen wählen.

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„Das hat natürlich niemand getan, nur um Brötchen zu kaufen“, sagt Xandra Lucks von der gleichnamigen Bäckerei in der Rolfshagener Straße. Sie sei froh, dass die Straße jetzt wieder frei ist. „Länger hätte das auch nicht dauern dürfen“, so Lucks, denn Umsatzeinbußen von mehr als 30 Prozent hätte man nicht länger auffangen können. „Jetzt kommen die Kunden wieder. Wir haben fast den gleichen Umsatz, wie vor der Sperrung“, freut sich Lucks.

Über noch größere Umsatzeinbußen klagt Angelika Held von „Papier und mehr“. „Das waren sicherlich 40 Prozent“, so Held. Im Sommer sei ihr das Schulbuch- und Schulbedarfgeschäft völlig verloren gegangen und es hätten wesentlich weniger Kunden die Postagentur genutzt oder Müllsäcke und Banderolen für Grünschnitt bei ihr gekauft. „Und noch ist die Durststrecke nicht vorbei, denn jetzt sind wir schließlich von Bernsen abgeschnitten“, so die Geschäftsfrau, die auf die Sperrung des „Kühlen Grunds“ hinweist. Stammkunden aus Borstel und Kathrinhagen hätten sich im Laufe des vergangenen Jahres anders orientiert. „Die muss ich jetzt zurückgewinnen und ich hoffe sehr, dass mir das gelingt“, so Held.

„Vor allem für unsere älteren Kunden war die Straßensperrung schwierig“, sagt Albert Franke von der Sparkasse in Rolfshagen. „Sie sind es gewohnt, ihre Sparkasse in Rolfshagen aufzusuchen und haben dafür auch den weiten Umweg in Kauf genommen. Jetzt sind sie froh, dass sie uns wieder schneller erreichen können.“

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Jucinete Pinheiro-Geyer hat den Dorfladen in der ehemaligen Schule während der Straßensperrung eröffnet. Jetzt bemerkt sie, dass sie viele neue Gesichter in ihrem Geschäft sieht. „Es lief aber schon vorher gut. Meine Auswahl wächst mehr und mehr, weil die Kunden das so wünschen und auch der Lieferservice wird sehr gut angenommen“, so Pinheiro-Geyer.

Der Wochenmarkt, der immer donnerstags auf dem ehemaligen Schulhof stattfindet, ist schon lange nicht mehr der Renner. „Ich bin hier schon seit einem Jahr die einzige Anbieterin“, sagt Helga Straßberger von der gleichnamigen Schlachterei aus Buchholz. Einbußen habe sie durch die Sperrung der „Reihe“ nicht bemerkt. „Für unsere Wurst, Salate und das Fleisch fahren die Kunden gern einen Umweg“, stellt sie fest. Dass die Kunden nicht in Scharen kommen, sondern vor allem die netten Stammkunden bei ihr einkaufen sei in Ordnung.

„Die meisten unserer Gäste kommen ohnehin von außerhalb“, sagt Toni Coi vom „Restaurant Salve“. „Einige haben vorher angerufen und gefragt, ob die Straße wieder frei ist, aber nur um zu erfahren, wo sie lang fahren müssen.“ Weniger Gäste habe das Restaurant durch die Straßensperrung nicht gehabt. „Die Stammkunden von der Rolfshäger Siedlung sind entweder zu Fuß gekommen oder über Bernsen gefahren“, so Coi.

Froh darüber, dass die Kreisstraße nun wieder freigegeben ist, sind auch die Mütter, die ihren Nachwuchs in die Kindertagesstätte nach Rolfshagen bringen. „Für viele Eltern war der Umweg schon eine große zeitliche und finanzielle Belastung. Viele haben geschimpft, sind jetzt aber froh, dass es vorbei ist“, erzählt die Leiterin der Einrichtung, Beate Schürmann.

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