Landkreis / Autobahn

Blitzer auf A 2 sollen eine Million Euro bringen

Mit den sogenannten Verkehrsbeeinflussungsanlagen, die je nach Verkehrslage die Höchstgeschwindigkeit auf der A 2 vorgeben, sollen die Blitzer verbunden werden.

Mit den sogenannten Verkehrsbeeinflussungsanlagen, die je nach Verkehrslage die Höchstgeschwindigkeit auf der A 2 vorgeben, sollen die Blitzer verbunden werden.

Landkreis (pk). Das Novum: Die Blitzer sollen diejenigen Verkehrssünder erfassen, die sich nicht an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit halten, die je nach Verkehrslage von den sogenannten Verkehrsbeeinflussungsanlagen vorgegeben wird. Dabei handelt es sich um die an Brücken angebrachten Elektrotafeln. Die geplanten Blitzer sollen mit den Tafeln derart verbunden werden, dass die Blitzer jederzeit auf dem neuesten Stand der jeweiligen erlaubten Höchstgeschwindigkeit sind.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bislang durften nur die Landesbehörden auf Autobahnen blitzen. Seit Oktober 2010 dürfen das nun auch die niedersächsischen Kommunen. „Dieser Erlass war für uns Anlass, das Thema wieder aufzugreifen“, erklärt die Schaumburger Verkehrsdezernentin Ursula Müller-Krahtz. „Wir stimmen das Projekt nun mit den Kommunen und der Polizei ab. Grundsätzlich sind alle dafür, der Plan muss aber noch in den politischen Gremien vorgebracht werden.“

In der Verwaltung wird man sich allerdings bereits Gedanken über die technische und organisatorische Umsetzung machen. „Wir müssen sehen, inwiefern neue Stromleitungen verlegt werden müssen, wie die jeweilige topografische Lage ist und wie die Blitzer mit den elektronischen Tafeln verknüpft werden können“, schildert Müller-Krahtz.

Die Verkehrsdezernentin geht von einem zügigen Prozess aus, peilt für die Installation der Geräte allerdings frühestens das vierte Quartal des laufenden Jahres an und geht eher vom ersten Quartal des Jahres 2012 aus.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Als Standorte für die Blitzer böten sich zwei Unfallschwerpunkte an: in Richtung Dortmund die Anschlussstelle Rehren, in Richtung Berlin die Bernser Landwehr. „Das sind die beiden Spitzenreiter bei Unfällen auf dem Schaumburger Autobahnabschnitt“, sagt Jörg Nichte von der Bußgeldstelle des Landkreises. Im Zeitraum von 2006 bis 2010 hat es an der Anschlussstelle Rehren 32 Unfälle gegeben, die auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen waren, an der Bernser Landwehr waren es 38.

Grob geschätzt soll ein Blitzgerät rund 300 000 Euro kosten, dazu kämen Ausgaben für bis zu zehn zusätzliche Mitarbeiter. Doch Müller-Krahtz geht davon aus, dass diese Kosten binnen eines Jahres durch die Bußgelder wieder gedeckt sein werden. „Ich halte Einnahmen von einer Million Euro jährlich für realistisch“, sagt sie.

Nichte rechnet vor: Bußgeld fällt an ab einer Geschwindigkeitsübertretung von netto 21 Stundenkilometern und wird mit 70 Euro aufwärts geahndet, davor handelt es sich bloß um Verwarngeld. „Bei einem Bußgeld von im Schnitt 100 Euro sind für eine Jahreseinnahme von einer Million Euro 10 000 Fälle nötig“, so Nichte. Aber kommen diese Fälle auch zusammen? Laut Nichte hat die Polizei jüngst an einem Sonnabend an der Bernser Landwehr geblitzt. „Von 10.45 bis 15.15 Uhr wurden 5000 Fahrzeuge gezählt. Allein in 170 Fällen wurde geblitzt, wurden Bußgelder verhängt.“

Geplant sind laut Müller-Krahtz flexible Blitzer für den gesamten niedersächsischen Abschnitt der A 2.

Mehr aus Landkreis Schaumburg

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken