Bückeburg / Adolfinum

Doppeljahrgang eine „einmalige Stilblüte der Bildungspolitik“

Die kommissarische Schulleiterin Sandra Behsler begrüßt in der Liethhalle mehr als 1200 Abiturienten, Eltern, Angehörige und Freunde. © jp

Die kommissarische Schulleiterin Sandra Behsler begrüßt in der Liethhalle mehr als 1200 Abiturienten, Eltern, Angehörige und Freunde. © jp

Bückeburg (jp). Statt wie in den früheren Jahren rund 100 waren es durch den Doppeljahrgang exakt 191 Abiturienten, für die jetzt der viel beschworene Ernst des Lebens begann. Und es war ein Jahrgang, der während seiner Schulzeit drei Schulleiter erlebte, darunter die bis März 2010 dauernde, von schweren Turbulenzen begleitete Amtszeit von Direktor Heinz-Ulrich Gosemann.

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Von diesen war bei der Entlassungsfeier – abgesehen von einer Anmerkung des Elternredners Michael Drogand-Strud – keine Rede mehr. Studiendirektor Günter Böttger blickte vielmehr auf eine „mehr als erfreuliche“ Zeit als Jahrgangsleiter des Doppeljahrgangs zurück. „Unsere Zusammenarbeit war von dem gemeinsamen Wunsch geprägt, die Sache zu einem guten Ende zu bringen. Sie als Schüler haben uns die Betreuung wirklich leicht gemacht, und dafür danken wir Ihnen sehr.“

Der doppelte Jahrgang habe auch „doppelt so viel Freude“ bereitet sowie doppelt so viele Aktivitäten und Veranstaltungen auf die Beine gestellt, bescheinigten die beiden Lehrer-Redner Nina Andrees und Jan Sladek den Abiturienten. Für einen besonders emotionalen Moment sorgten die Lehrer des Abiturjahrgangs, als sie zu „Hollywood Hills“ von „Sunrise Avenue“ für die Schüler sangen und tanzten.

Dem Jahrgang stellte Böttger ein großes Kompliment für seine Integrationsfähigkeit aus: Nach der Zusammenlegung zum neuen Doppeljahrgang seien Barrieren niedergerissen und viele neue Freundschaften aufgebaut worden. Bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen habe sich der Jahrgang als enorm engagiert, kreativ und zuverlässig erwiesen, nicht zuletzt bei der Organisation der Entlassungsfeier.

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Diese hatte aufgrund der Schülerzahl und der zu erwartenden enorm vielen Angehörigen nicht im Gymnasium Adolfinum selbst stattfinden können, sondern war in die Liethhalle Obernkirchen gelegt worden. 1200 Stühle standen hier bereit, und nicht wenige Besucher verfolgten die Entlassungsfeier stehend. Möglich geworden sei dieser Rahmen, so Böttger, dank finanzieller Unterstützung seitens des Landkreises, des Fördervereins, der Stadt Obernkirchen, der Sparkasse und der Volksbank. Die Schüler seien bei der Organisation von Anfang an mit im Boot gewesen. „Dank und Respekt für diese Zusammenarbeit.“

Abiturienten-Sprecher Jan Römmert betrachtete den Zusammenhalt unter seinen Mitschülern von der emotionalen Seite: Der Jahrgang sei eine Gemeinschaft geworden, in der man sich gegenseitig Liebe und Trost gespendet habe. Den Lehrern dankte Römmert dafür, nicht nur nacktes Wissen vermittelt, sondern menschlichen Unterricht gestaltet zu haben.

Elternredner Michael Drogand-Strud verwies auf die nicht immer einfachen Rahmenbedingungen der Schulzeit: Der Doppeljahrgang sei eine „einmalige Stilblüte der Bildungspolitik“ gewesen, die oftmals mehr Probleme als Verbesserungen gebracht habe. Zu viel Unruhe habe, so Drogand-Strud, die Ära des Schulleiters „Du weißt schon wer“ (gemeint war Gosemann) geführt, wodurch viele Schüler dem Adolfinum verloren gegangen seien.

Die besten Zeugnisnoten erzielten die Abiturienten Anna-Lena Kruse mit der Abi-Note 1,0 und Moritz Weißbrich mit der Abi-Note 1,1. Außer ihnen beiden erhielten auch Filipe Peter und Sine Reede ein Buchpräsent für herausragende mathematische Leistungen. In die deutsch-physikalische Gesellschaft werden Anna-Lena Kruse, Moritz Weißbrich, Hauke Mamsch und Daniel Schuermann aufgenommen.

Ihren Abi-Ball feiern die Abiturienten des Adolfinums am Sonnabend (25. Juni) in der Kampa-Halle in Minden.

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