Bückeburg/Beverly Hills / Menschen

Eine Femme fatal wird für Hollywood zum Engel

Modeaufnahmen wie dieses Strandfoto sind für das Model Kristin Ullmann gleichsam die Pflicht, die Schauspielerei in Hollywood ist dagegen die Kür. © pr.

Modeaufnahmen wie dieses Strandfoto sind für das Model Kristin Ullmann gleichsam die Pflicht, die Schauspielerei in Hollywood ist dagegen die Kür. © pr.

Bückeburg/Beverly Hills (tw). Das sind Worte eines weiblichen Fans, der früheren Bückeburgerin Kristin Ullmann auf deren Internetpräsentation ins Gäste- sprich "Stamm"-Buch geschrieben. Das Warten hat bald ein Ende. Im April 2012 steht "KU", so der Markenname des Modells, in New Mexico zum ersten Mal in einer Sprechrolle vor den Filmkameras: "601: Bad man from Bodie" heißt die von Ron Singer und Scott Reed finanzierte und zehn Millionen Dollar teure Produktion, die später auch in Deutschland in die Kinos kommen soll.

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„Es ist ein 100-minütiger Action-Vampire-Western aus dem Hause ,That’s Hollywood Pictures’, ein Genre, das in den USA derzeit ungemein populär ist“, sagt die 29-Jährige im „Le Bistro“ lächelnd. Gleich darauf huscht ein Schatten über ihr Gesicht. Denn dass es die Schauspielerin aktuell von ihrem Wohnort Beverly Hills nach Bückeburg verschlagen hat, hat einen traurigen Grund: „Meine Mutter, die in Heeßen lebt, hatte auf der Kreuzung Klein Eilsen am 13. September einen Autounfall, wurde dabei schwer verletzt. Es geht ihr nicht gut“, sagt Ullmann.

Nachdem sich das Model zunächst für eine Woche im Hotel „Ambiente“ einquartiert hatte, hat sie nun bis Ende des Jahres eine Wohnung in Minden bezogen. Zwischen den Besuchen am Krankenbett der Mutter reist sie nach Hamburg, arbeitet in der Hansestadt für eine renommierte Modellagentur, die in der Branche zu den größten in Deutschland gezählt wird. Dort entstehen dann die Hochglanzbilder, die Ullmann eine so große Fangemeinde beschert haben und deren Anblick nicht nur Männer in Verzückung geraten lässt: „KU“ in Designer-Dessous, Bikinis, Bademode oder aber mit Kosmetika …

Angebissen hat auch James Cotten. Der Regisseur, Jahrgang ’74 und Absolvent der London International Film School, ist im Showgeschäft kein ganz Kleiner. Er wurde bei einer Castingshow der Agentur „LA Model“ auf die Femme fatale aufmerksam, die einst am Gymnasium Adolfinum Abitur machte und später in Hollywood vier Jahre am Theatre of Arts Tanzen, Singen und Schauspielern lernte. „Er meint, ich sehe eine Botticelli-Engel ähnlich“, schmunzelt Ullmann. Das passt offensichtlich. Denn einen Engel soll sie in „601: Bad man from Bodie“ auch spielen. In dem Film wird es zwei Szenen geben, in denen sie gemeinsam mit den Schauspielgrößen Jason Statham und Christopher Walken zu sehen ist. Die Bückeburgerin: „Für eine dieser Szenen werde ich in ein Aquarium steigen. Ein Trick des Regisseurs, denn die Zuschauer werden später weder das Aquarium noch das Wasser sehen. Es geht nur darum, dass sich mein Kleid ,flüssig‘ bewegt und zu schweben scheint.“ Über die Handlung des Films muss das Mannequin noch Stillschweigen bewahren. Nur soviel: Ein Scharfschütze, der den Namen Frank Bodie trägt, hat sich in Virginia City in einen mächtigen Vampir verwandelt …

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Sprechen tut Ullmann im Le Bistro dagegen von ihrem Babyglück, denn sie ist Mutter geworden, hat am 27. Juni 2010 die kleine Shiyah zur Welt gebracht. Eines jener Kaiserschnitt-Kinder, von denen man landläufig sagt, dass sie später ganz besonders hübsch werden. „Shiyah ist ein Wildfang. Sie begleitet mich schon jetzt zu den Fotoshootings, wird ab April am Set in New Mexico mit dabei sein“, sagt das Model. Die Geburt selbst hat ihrer Figur nicht im Geringsten geschadet, hat sie im Gegenteil eher noch weiblicher gemacht.

„601: Bad man from Bodie“ wird für Ullmann keine Eintagsfliege, wird kein bloßer Ausflug ins Filmgeschäft sein. Es gibt bereits einen Anschlussvertrag: „Homeowners association“, zu Deutsch „Eigentümergemeinschaft“ lautet der Titel einer Komödie mit Bill Murray und Tom Arnold, in der sie das Model Angelica, die Rezeptionistin eines Rechtsanwalts, spielen soll.

Dass die Bückeburgerin trotz Hollywood auf dem Boden bleibt, dafür sorgt ihr Freund James (30), Vater der kleinen Shiyah, dem sie einen guten Geschäftssinn bescheinigt: „James möchte in Beverly Hills eine Bäckerei mit angeschlossenem Eiscafé eröffnen“, erzählt Ullmann und knabbert im Le Bistro versonnen an einem Keks. „Denn richtiges deutsches Graubrot – das kennen und können die Amerikaner nicht.“

Übrigens: Wer „KU“ nicht erst im Kino, sondern schon jetzt live sehen möchte, hat im Schlosspark gute Chancen. Denn Schloss und Park, aber auch die Stadtkirche und im Sommer die „Hanging baskets“ sind Dinge, die die Wahl-Amerikanerin an ihrer Heimatstadt besonders liebt. Bleibt am Ende noch zu sagen: Anfragen wegen Kontaktanbahnungen sind zwecklos. Die Redaktion rückt die Handynummer nicht raus.

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