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Abwasserbetriebe

Entsorgung von Klärschlamm wird immer teurer

 Um das Gewicht des Klärschlamms zu reduzieren, wird für 145.000 Euro eine Überdachung gebaut.

Um das Gewicht des Klärschlamms zu reduzieren, wird für 145.000 Euro eine Überdachung gebaut.

BÜCKEBURG. Das wurde auf der Sitzung des Betriebsausschusses deutlich, wo die Problematik bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans erörtert wurde – ebenso im Rat, wo der Plan einstimmig verabschiedet wurde.

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Bürgermeister Reiner Brombach wies im Rat darauf hin, dass der Betrieb „vor großen Problemen“ bei der Beseitigung des Schlamms steht. Eine Lösung deute sich aber an, da der Energieversorger WWE den Bau einer Mono-Verbrennungsanlage plant und ein entsprechendes Angebot vorgelegt hat. 2021 könne die Verbrennung „zu erträglichen Konditionen“ angeboten werden. Er hoffe, dass der Abwasserbetrieb bis dahin über die Runden kommt. Zum Hintergrund: Die Stadt hält Anteile an der WWE.

Erneuerung für 275.000 Euro

Der Abwasserbetrieb unternimmt im kommenden Jahr einiges, um die Menge des Klärschlamms zu reduzieren. Die Anlage für die Schlammentwässerung ist mittlerweile 28 Jahre alt und wird für 275.000 Euro erneuert. Außerdem wird für einen Aufwand von 145.000 Euro das Schlammlager überdacht, damit es dort nicht hineinregnet und der gerade entwässerte Schlamm nicht wieder nass und schwer wird – und dann noch teurer entsorgt werden müsste. Ein Übriges tut der Neubau des Faulturms, mit dessen Hilfe die Schlammmenge um 15 bis 20 Prozent reduziert werden kann.

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Insgesamt fallen in der Kläranlage Bückeburg jährlich rund 2800 Tonnen Klärschlamm an. Die Entsorgung kostet den Abwasserbetrieb rund 250000 Euro im Jahr, wie aus dem Erfolgsplan des Wirtschaftsplans hervorgeht – rund 70000 Euro mehr als in den Vorjahren. Die Teuerung ist darauf zurückzuführen, dass alle Kläranlagenbetreiber vor dem Entsorgungsproblem stehen und Klärschlamm größtenteils nur noch in Verbrennungsanlagen verwertet werden kann – was entsprechend teuer ist. „Der Markt diktiert die Preise“, sagte der kaufmännische Leiter Jürgen Sobotta bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans 2019 zu den „deutlich, deutlich gestiegenen Preisen“. Noch könne der Abwasserbetrieb die Mehrkosten kompensieren, ohne an der Gebührenschraube drehen zu müssen.

Düngeverordnung als Problem

In der Ratssitzung wies Ratsherr Michael Pohl (CDU), im Hauptberuf Landwirt und von der Problematik betroffen, darauf hin, dass die Schadstoffe im Klärschlamm "nicht das Problem sind", sondern die Düngeverordnung des Landes: Der Eintrag von Nährstoffen sei nicht gewollt. In Bückeburg sei Klärschlamm unter den strengen Augen der Aufsichtsbehörden aufgebracht worden. Von Raimund Cremers

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