Bückeburg / Pläne

Freikirchliche Gemeinde platzt aus allen Nähten

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Diakonin Corinna Brockhaus (v.l.), Diakon Andreas Lötzer, Jugendpastor Jacob Ferguson, Jugendgruppenmitarbeiterin Sarah Ferguson und Pastor Lothar Kranzkowski.

Bückeburg (mig). „Wir sind an einer Schwelle angekommen“, gibt Pastor Lothar Kranzkowski den Stand der Diskussion wieder. Jetzt prüft die Gemeinde mögliche Optionen. Die eine wäre, auf dem Gelände am Kreisel an der Scheier Straße zu erweitern. Eine andere wäre der Kauf des leer stehenden Autohauses Mobile Partners“ in der Kreuzbreite, wo die Gemeinde bereits einen Probegottesdienst absolviert hat. Und alle waren begeistert. Und eine dritte Variante wäre ein Neubau an der Friedrich-Bach-Straße am Reformierten Friedhof.

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 Quo vadis Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Bückeburg? Diese Frage stellt sich nicht nur die Ausgabe der Gemeindezeitung. Dort findet sich unter dem Titel „Wachstumsschwelle, Wachstumsschmerzen und unsere Gemeinde?“ eine genaue Analyse der Prozesse, die an der Scheier Straße derzeit ablaufen. Die Rede ist von der 200-Mitglieder-Schwelle, einer Wachstumsschwelle, die zu einem Wachstumshemmnis werden kann.

 Denn: „Eine Gemeinde unter der 200er-Schwelle gleicht einer großen liebevollen Familie. Die Gemeinde ist noch klein genug, für persönliche Beziehungen, aber groß genug um ein entsprechendes Programm anbieten zu können.“ Je stärker die Gemeinde wachse, desto schwieriger werde es, die Beziehung aufrechtzuerhalten. „Wachstum scheint die familiäre Struktur der Gemeinde zu bedrohen“, zitiert Autor Roland Lange aus einer Studie.

 Anders gesagt: Um alle Mitglieder zum Vorwärtsgehen zu ermutigen, brauche es einen langen Atem und viel Geduld. „Gelingt dies nicht, wird die Gemeinde nicht weiter wachsen“, mahnt der Beitrag. Ein weiteres Problem sieht die Untersuchung in der Mehrarbeit für den Pastor und die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Diese, so Lange, müssen bei einer derartigen Größe „voll am Limit“ arbeiten. Eine Lösung könne hier nur durch die Einstellung neuer Mitarbeiter und die Gewinnung weiterer Ehrenamtlicher herbeigeführt werden. Diakon Andreas Lötzer sieht das ähnlich: „Wir kommen von einer Gemeinde mit 70 bis 80 Mitglieder und haben heute 170 Mitglieder. Jetzt müssen wir überlegen, wie wir unsere Struktur dem anpassen können.“

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 Zumindest teilweise ist das heute schon passiert. Für die verschiedenen Verantwortungsbereiche wurden Diakonate geschaffen, dazu kommt die Anstellung eines Jugendpastors und die Schaffung einer vorerst halbzeitlichen Stelle für die Bereiche Administration, Organisation und Evangelisation in Gestalt von Andreas Lötzer. Das aber könne, sagt Andreas Lötzer, nur der erste Schritt sein. „Wir müssen uns weiter entwickeln, das Wachstum darf nicht zum Hemmnis werden.“

 Damit gemeint ist vor allem das dringende Raumproblem. Weil das Gemeindezentrum buchstäblich aus allen Nähten platzt, steht die Gemeinde vor der Frage: Neu bauen, das Vorhandene erweitern oder kaufen? Die Antwort steht noch nicht fest, diskutiert werden aber drei - vom Bauausschuss vorgestellte – Optionen.

 Voraussetzung für alle drei Optionen: Das 4000 Quadratmeter großes Grundstück samt Gebäude müsste Platz für 350 Mitglieder bieten. Außerdem sollten Parkplätze, ein Außengelände und alle für eine Gemeinde dieser Größe erforderlichen Räumlichkeiten vorhanden sein. „Wir müssen uns damit wohlfühlen“, sagt Diakonin Corinna Brockhaus. „Es soll ein lebendiges Zentrum werden.“

 Schon länger im Gespräch ist auch der Erwerb des leer stehenden Mobile Partners-Gebäude an der Kreuzbreite. Dort hat die Gemeinde im vergangenen November einen mitreißenden Probegottesdienst gefeiert – die Gemeindemitglieder waren begeistert. „Es war ein sehr schöner Gottesdienst“, meint Corinna Brockhaus rückblickend. „Das Gebäude käme uns mit seinen großen Räumen und den vielen Fenstern sehr entgegen.“

 Noch aber ist die Entscheidung nicht gefallen, die Gemeinde will sich mit der Diskussion Zeit lassen. Wichtig, so Pastor Lothar Kranzkowski, sei eine möglichst große Übereinkunft in der Gemeindeversammlung. „Wir wollen“, betont er, „dass die gesamte Gemeinde in den Entscheidungsprozess eingebunden ist. Alles muss auf einem soliden Fundament stehen.“

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