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Jahrestag des Absturzes

Gedenkstein für tote Bückeburger Bundeswehrpilotin

BÜCKEBURG/DEHMKE. Anfang Juli hat sich der tragische Flugunfall am Dehmker Strang zum ersten Mal gejährt. Beim Absturz eines Hubschraubers vom Typ EC-135 des Internationalen Hubschrauber-Ausbildungszentrums Bückeburg war am 1. Juli vergangenen Jahres eine junge Pilotin ums Leben gekommen. Auf den Hubschraubern des verunglückten Modells trainieren die Heeresflieger ihre angehenden Piloten.

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Der Trainingsflug war an einem sonnigen Montagvormittag in Bückeburg auf dem Heeresflugplatz im Ortsteil Achum gestartet und endete jäh gegen 14 Uhr auf einem Kornfeld oberhalb des Aerzener Ortsteils Dehmke. Während sich der zweite Pilot verletzt aus dem Hubschrauberwrack retten konnte, kam für die Soldatin jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Absturzstelle.

Bestürzung in Schäferkaserne Bückeburg

Die Schäferkaserne in Bückeburg, wo beide Hubschrauberinsassen stationiert waren, musste mit Bestürzung und in tiefer Trauer den Tod der damals 25-jährigen Kameradin vermelden. Nun hat das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum am Waldrand, ganz in der Nähe des Unfallfallortes, einen Gedenkstein errichten lassen. Eine Abordnung des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums gedachte am Mittwoch am neuen Gedenkstein unter Führung des Kommandeurs, Brigadegeneral Ulrich Ott, der tödlich verunglückten Soldatin. Am Nachmittag versammelten sich die Soldaten des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum an den Standorten Bückeburg, Faßberg und Le Cannet des Maures zu einer Schweigeminute.

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Seit rund 60 Jahren erinnern nun insgesamt 13 Gedenksteine an Flieger-Kameraden und -Kameradinnen der Heeresfliegertruppe, die ihr Leben im Dienst verloren haben. Die Gedenksteine wurden jeweils in der Nähe der Unfallstellen in ganz Deutschland errichtet, aber auch in Afghanistan oder in Mali. Sie sollen Orte des Innehaltens, der Ehrung und des Gedenkens der Kameradinnen und Kameraden sein, teilte der Presseoffizier Hauptmann Frank Fuhrmann, mit.

Gedenken in aller Stille

Ander als der Absturz, der großes öffentliches Interesse nach sich zog, erfolgte die Gedenksteinsetzung und das Gedenken an die tödlich verunglückte Kameradin am Jahrestag in aller Stille. Die Bundeswehr hatte sich mit ihrem Ersuchen, unweit der Absturzstelle einen Gedenkstein aufstellen zu wollen, an die Dehmker Forstgenossenschaft gewandt. „Selbstverständlich haben wir unser Einverständnis gegeben und den Platz für den Gedenkstein zur Verfügung gestellt“, unterstreicht der Dehmker Forstvorsitzende Jörg Hobein.

Als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr war er vor einem Jahr ebenfalls am Einsatzort, um Hilfe zu leisten. „Die Gedenkveranstaltung der Bundeswehr fand angesichts der aktuellen Situation im kleinen Rahmen statt – mit der Familie, aber ohne offizielle Vertreter anderer Stellen. Zurzeit wäre das angesichts der Corona-Pandemie auch nicht angezeigt“, zeigt der Forstvorsitzende vollstes Verständnis für die Entscheidung der Bundeswehr.

„Uns ist wichtig, dass vor allem die Angehörigen und Freunde sowie Kameraden und Kameradinnen jetzt einen Ort des Gedenkens haben, den sie besuchen können“, unterstreicht Jörg Hobein.

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Von Sabine Brakhan

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