Meinsen-Warber / Dieter Wilharm-Lohmann gewinnt Wahl

Grüne hievt CDU-Mann auf Ortsbürgermeister-Sessel

Dieter Wilharm-Lohmann (vorne, von rechts) und Gudrun Vauth sowie Uwe Heidelmann (hinten, von rechts), Friedhelm Winkelhake, Eva-Ute Tessendorf-Schierhorn, Achim Koch und Christoph Vauth bilden den Ortsrat Meinsen-Warber.

Dieter Wilharm-Lohmann (vorne, von rechts) und Gudrun Vauth sowie Uwe Heidelmann (hinten, von rechts), Friedhelm Winkelhake, Eva-Ute Tessendorf-Schierhorn, Achim Koch und Christoph Vauth bilden den Ortsrat Meinsen-Warber.

Meinsen/Warber (bus). Bei den zurückliegenden Kommunalwahlen hatten die Christdemokraten erhebliche Verluste hinnehmen und bei einer Wahlbeteiligung von 53 Prozent einen Rutsch in der Wählergunst von 58,3 auf 39,7 Prozent registrieren müssen. Im Gegenzug waren die Stimmenanteile der Sozialdemokraten von 31,8 auf 40,7 Prozent angewachsen. Beide Parteien erreichten jeweils drei Ortsratssitze. Die von 5,3 auf 9,8 Prozent erstarkten Bündnis 90/Die Grünen erzielten einen Sitz. "WIR für Bückeburg" (7,3 Prozent) und BfB (2,5 Prozent) verfehlten den Einzug in den Ortsrat.
Für die mit allerhand Spannung erwartete Bürgermeisterwahl zeichnete sich bereits am Wahlabend eine Entscheidung zwischen Wilharm-Lohmann (254 Einzelstimmen) und Vauth (169 Einzelstimmen) ab. Wilharm-Lohmann konnte auf die Unterstützung von Uwe Heidelmann (111) und Christoph Vauth (85) vertrauen; hinter Gudrun Vauth standen Achim Koch (138) und Friedhelm Winkelhake (133). Bei der im "Alten Krug" tagenden konstituierenden Zusammenkunft kam jetzt Eva-Ute Tessendorf-Schierhorn, für die 35 Einzelstimmen zum Einzug gereicht hatten, die Rolle des "Züngleins an der Waage" zu.
Die Vertreterin der Grünen ließ in einem im Anschluss an die Bürgermeisterwahl abgegebenen kurzen Statement keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass sie zugunsten von Wilharm-Lohmann votiert hatte. Gleichwie riefen Tessendorf-Schierhorns Aussagen "ich hätte gerne eine Frau an der Spitze gehabt" und "wir beide werden Dir ordentlich einheizen" im von mehr als 30 Interessierten besuchten "Krug" einige Verwunderung hervor.
"Ich wünsche mir, dass wir die gute Zusammenarbeit der vergangenen Periode fortsetzen können", gab Wilharm-Lohmann zu Protokoll. Es sei zu erkennen gewesen, "dass man gemeinsam viel erreichen kann". Die Nachfolge von Rudi Beier anzutreten sei ihm eine Ehre: "Ich hoffe, dass ich es ordentlich mache."
Im Verlauf der Stellvertreterwahl zeichnete sich ab, dass das lokalpolitische Tischtuch in Meinsen-Warber mitnichten – wie mancherorts vermutet – vollständig zerschnitten ist. In offener Abstimmung stellten sich alle Ortsratsmitglieder geschlossen hinter die von Wilharm-Lohmann vorgeschlagene Gudrun Vauth. "Wir haben uns keineswegs total zerstritten", betonte die Sozialdemokratin. Sie nehme die Wahl sehr gerne an und freue sich auf die bevorstehende Legislaturperiode. Allerdings sei der Stimmenanteil der SPD weiterhin ausbaufähig, gab sie warnend zu bedenken. Vauths Ratschlag an Wilharm-Lohmann "zieh Dich warm an" liest sich in der Zeitung unterdessen bedrohlicher, als er sich in der Realität anhörte, und als er wohl auch gemeint war.
Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Reiner Brombach die Mitglieder des aktuellen Ortsrates auf die niedersächsische Kommunalverfassung verpflichtet, die Verdienste der ausgeschiedenen Ortsräte Hartmut Rohlwing und Lothar Barth gewürdigt sowie in einer Gedenkminute an den verstorbenen Ortsbürgermeister Rudi Beier erinnert. Beier sei ein Mann von ausgleichendem Wesen und klarem Verstand gewesen, stellte Brombach heraus.

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