Containerlösung

Darum muss die Elektrotechnik der Grundschule Evesen aufwendig saniert werden

Die Grundschule Evesen bleibt voraussichtlich bis zum 10. Oktober geschlossen.

Die Grundschule Evesen bleibt voraussichtlich bis zum 10. Oktober geschlossen.

Evesen. Die Schließung war eine Hiobsbotschaft für die Grundschule Evesen. Wenn Rektor Frank Suchland sagt "Wir sind damit alles andere als glücklich", hat er sicherlich noch eine recht zurückhaltende Formulierung gewählt. Schließlich sind die Auswirkungen der Pandemie gerade erst abgeklungen – und nun das.

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Am Dienstag war die Schule vollauf damit beschäftigt, Homeschooling und Notversorgung im benachbarten Sportzentrum zu organisieren, die heute anlaufen sollen. Immerhin sind 160 Menschen, Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehr und Betreuungskräfte betroffen.

Container auf dem Schulhof

Am 10. November soll dann nach den derzeitigen Planungen wieder Unterricht in der Schule möglich sein. Etwas entspannt sich Lage dadurch, dass am 17. Oktober die Herbstferien beginnen, der Unterricht also nicht von Handwerkern gestört wird. Allerdings muss auch nach den Ferien weitergearbeitet werden – bei vollem Schulbetrieb. Um Engpässe zu vermeiden, ist bereits daran gedacht, Container auf dem Schulhof aufzustellen, um Ausweichräume zur Verfügung zu haben.

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Ähnlich wie in der Schule laufen auch im Bauamt die Krisenplanungen auf Hochtouren. Fachbereichsleiter Björn Sassenberg und Bürgermeistermeister Axel Wohlgemuth gehen von mehreren Sanierungsschritten aus. Zunächst sind Sofortmaßnahmen geplant. Während dieser Arbeiten kann das Gebäude nicht benutzt werden. Ziel ist es, ab dem 10. Oktober wieder einen sicheren Schulbetrieb zu gewährleisten

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Verschiedene Stromkreise werden dazu abgeschaltet, die Elektroverteilung so angepasst, dass sie zwar eingeschränkt, aber betriebssicher ohne die Gefahr von Personenschäden genutzt werden kann. Gleichzeitig wird der Brandschutz gewährleistet: Eine Sicherheitsfirma wird Brandwachen auf den Fluren stellen, außerdem werden zwei provisorische Fluchttreppenhäuser an der Westfasse errichtet.

Wie berichtet gibt es zwei Hauptgefährdungen: Wegen unzureichender Absicherungen besteht die Gefahr eines Stromschlages, wenn zum Beispiel fehlerhafte Elektrogeräte angeschlossen werden. Außerdem könnten Kurzschlüsse und Überhitzung zu Kabelbränden führen.

Steckdosen mit integrierten Sicherungen

In der zweiten Sanierungsphase müssen die Probleme grundsätzlich angepackt werden. Die Elektroinstallation wird erneuert, zum Beispiel werden Steckdosen mit integrierten Sicherungen eingebaut. Außerdem sollen funkvernetzte Rauchmelder verbaut werden. Problem: Diese Melder sind erst in drei bis sechs Monaten lieferbar. Ob es auch bei anderen Materialien zu Lieferengpässen kommt, ist noch nicht absehbar.

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Aufgefallen sind die gefährlichen Mängel in der vorigen Woche im Rahmen eines sogenannten E-Checks, einer anerkannten, normengerechten Prüfung von elektrischen Anlagen und Geräten durch eine Fachfirma. Warum die Mängel nicht schon in der Vergangenheit aufgefallen sind, ist noch unklar.

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Möglicherweise wurden Elektroarbeiten nicht ordnungsgemäß durchgeführt, kleinere Fehler könnten sich summiert haben. Die gesamte Elektrik der Schule hängt nach Angaben von Sassenberg und Wohlgemuth an einem Hauptverteilerkreis – und der sei nicht sicher.

Das Netz stammt in den Grundzügen aus der Bauzeit des Schulgebäudes um 1968. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass das Alter einer Elektroanlage nicht unbedingt auf ihre Betriebssicherheit schließen lässt. Viele Aspekte wie verwendete Materialien, Qualität der Handwerkerleistungen und Wartung flössen ein.

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Keine ausreichende Überwachung

Die Stadt Bückeburg steht in der sogenannten Betreiberverantwortung, ist also dafür zuständig, dass ihre Gebäude betriebssicher sind. Hier hat es zumindest in der Grundschule Evesen eindeutig Mängel gegeben. Die Überwachung habe nicht ausreichend funktioniert, räumt Sassenberg ein. Und Wohlgemuth ergänzt auf Nachfrage: „Wir stellen uns der Betreiberverantwortung. Da müssen wir ran.“ Nach seinen Angaben besitzt die Stadt Bückeburg 60 Gebäude.

Die Probleme an der Grundschule Evesen sind kein Einzelfall. Immer wieder mussten auch in der Region öffentliche Gebäude wegen Baumängeln geschlossen werden. Aktuell betroffen sind wegen mangelhaftem Brandschutz unter anderem die Festhalle in Stadthagen und der Brückentorsaal in Rinteln.

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