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Jagdausritt

Hatz auf künstlicher Fährte

Als „Master der Hundemeute“ führt Stephan Geldsetzer (Mitte) mit den ihm folgenden Englischen Foxhounds den Pulk der Jagdreiter der Schleppjagd an.

Als „Master der Hundemeute“ führt Stephan Geldsetzer (Mitte) mit den ihm folgenden Englischen Foxhounds den Pulk der Jagdreiter der Schleppjagd an.

Bückeburg. Gesteigert wurde das besondere Flair der Veranstaltung durch die circa 20 aufgeregten Englischen Foxhounds des Cappenberger Schleppjagdvereins. Diese konnten es augenscheinlich kaum erwarten, endlich auf der von einem bereits vorausgerittenen Reiter auslegten künstlichen Duftfährte dem so simulierten Fuchs hinterherzuhetzen.

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„Départ pour la chasse“

Zur Atmosphäre trug überdies die vierköpfige Formation „Trompes des Landes“ (übersetzt: „Bläser aus der Heide“) um Rolf Pintschovius bei, die mit ihren französischen Jagdhörnern die traditionellen Jagdsignale intonierte. So etwa die gleich zu Anfang gegebene Tonfolge „Point du jour“, die den nun beginnenden „Höhepunkt des Tages“ ankündigte. Bevor die Jagdhornbläser aber mit dem Signal „Départ pour la chasse“ den Startschuss für den „Jagdaufbruch“ gaben, standen zwei kurze Ansprachen an.

Als Jagdherrin der Schleppjagd richtete Melanie Hövert an all jene einen großen Dank, ohne deren Unterstützung, die Veranstaltung nicht möglich wäre. Ausdrücklich nannte sie Alexander zu Schaumburg-Lippe und die Fürstliche Hofkammer Bückeburg sowie die Bundeswehr. Letztere ist Eigentümerin des benachbarten Truppenübungsplatzes „Röcker Feld“, auf dem alljährlich die eigentliche Schleppjagd der Bückeburger Schleppjagd- und Fahrsportfreunde durchgeführt wird, bei der die Reiter querfeldein galoppierend und über im Gelände aufgebaute Hindernisse springend hinter der – die ausgelegte Duftspur verfolgenden – Hundemeute hinterherjagen. Ferner dankte sie dem Bückeburger Bereitschaftsdienst des Deutschen Roten Kreuzes, der aus Sicherheitsgründen mit von der Partie sei sowie den vielen an der Vorbereitung und Durchführung der Schleppjagd beteiligten freiwilligen Helfer.

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Jahrhundertealte Tradition

Als „Master der Hundemeute“ betonte Stephan Geldsetzer, dass es für ihn und die anderen Aktiven des Cappenberger Schleppjagdvereins eine „große Ehre“ sei, bei dieser Veranstaltung dabei sein zu dürfen. „Solche Schleppjagden haben eine jahrhundertealte Tradition“, erklärte er. Aber es sei fraglich, wie lange man diese noch am Leben erhalten könne.

Der über eine Strecke von circa zwölf Kilometern Länge gehenden Schleppjagd im "Röcker Feld" wohnten rund 120 Zuschauer bei. Diese Beobachter saßen auf von Traktoren gezogenen Anhängern, die dem Reiterfeld in gewissem Abstand folgten. Das Ende der Jagd wurde schließlich mit dem Jagdhornsignal "Halali" auf der Wiese vor dem Bückeburger Mausoleum verkündet. Die Hundemeute erhielt dort dann in Form des "Curée" (Rinderpansen) eine stärkende Belohnung für deren absolvierte Fährtensuche. wk

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