Bückeburg / Freisprechung

Konflikte lösen, nicht wegdrücken

Drei frischgebackene Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Heinrich Schraepler (links außen).

Drei frischgebackene Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Heinrich Schraepler (links außen).

Von Kathrin Klette

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bückeburg.  Alle Prüfungsteilnehmer hatten bestanden, freute sich Heinrich Schraepler, Vorsitzender des Prüfungsausschusses: drei mit der Note ausreichend, acht mit befriedigend, zwei mit gut. Die drei besten Absolventen – Julia Wesemann aus Auhagen (90,86 Punkte), Lisa-Marie Meya aus Rinteln (83,29) und Irina Samochin aus Bückeburg (79,43) – wurden zusätzlich mit einem Buchpreis ausgezeichnet.

Schraepler nahm sich noch einmal die Zeit, den Prüflingen die Vorzüge ihres zukünftigen Berufs aufzuzeigen: die Ortsnähe bei der Berufsausübung, viel Kontakt mit Menschen und die meist kleinen Betriebe, die „nicht so anonym“ wie die großen Firmen seien. Allerdings hatte er auch ein paar mahnende Worte für die frisch Ausgebildeten parat: Das Grundgesetz gewähre den Menschen eine wunderbare Freiheit, die allerdings nicht nur für einen selbst, sondern auch für alle anderen gelte. „Freiheit heißt somit auch Beschränkung“, sie ende da, wo sie die Freiheit eines anderen beschneide. Niemand, weder Freund noch Feind, dürfe in einem freiheitlichen System entwürdigt werden, betonte er und warnte vor jeder Form des Extremismus, bei dem diese Freiheit der anderen eben nicht respektiert werde.

Auch Jörg Peters, Vize-Präsident des Landgerichts, und Jürgen Steltner, Schulleiter der Berufsbildenden Schulen Stadthagen (BBS), überbrachten ihre Glückwünsche. „Sie haben sich einen interessanten Beruf ausgesucht“, sagte Peters und erinnerte die Prüflinge noch einmal an die große Bedeutung einer funktionierenden Rechtspflege, wozu sie nun ihren Teil beitragen sollten. Steltner mahnte zudem an, dass inzwischen zu viele Menschen unausweichliche Konflikte lieber aussäßen, als sie auszutragen. Dies sei aber der falsche Weg, weshalb er den jungen Ehrengästen den Rat mit auf den Weg gab: Wenn Konflikte erst einmal entstehen, sollte man sie lösen, statt sie wegzudrücken.

Mehr aus Bückeburg

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken