Bückeburger Szenekneipe

Kunstwerke statt Delikatessen

Die Künstlerin Elke Zolnir hat eine Galerie eröffnet.

Die Künstlerin Elke Zolnir hat eine Galerie eröffnet.

BÜCKEBURG. Später versuchten sich dort diverse Speiserestaurants, zuletzt die auf orientalische Spezialitäten ausgerichtete „Pyramide“. Doch jetzt ist mit der Gastronomie endgültig Schluss: Nach etwa einem Jahr Leerstand hat dort jetzt eine Kunstgalerie eröffnet.

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In Zukunft will dort die Künstlerin Elke Zolnir regelmäßig Vernissagen veranstalten und ihre Werke zum Kauf anbieten. Ihr Name dürfte in der hiesigen Region nicht ganz unbekannt sein, insbesondere in Verbindung mit dem Familiennamen Krömer: Denn Elke Krömer-Zolnir, wie sie früher hieß, hat nicht nur Verwandtschaft in Bückeburg, die Absolventin der Werkkunstschule in Hannover gründete und führte auch lange Jahre die Firma Krömer-Zolnir in Nienstädt, deren Textildrucke und Wohnaccessoires weltweiten Absatz fanden und sogar von Prominenten wie Gunter Sachs, Karl-Heinz Rummenigge und Audrey Hepburn geschätzt wurden.

Ganz unabhängig von ihrem unternehmerischen Erfolg, für den Elke Zolnir bereits einmal von der Zeitschrift „Brigitte“ zur „Frau des Jahres“ gekürt wurde, widmete sich die Hannoveranerin von frühester Jugend an intensiv der Malerei und hierbei schon sehr bald dem Pointillismus, jener von dem Franzosen George Seurat im 19. Jahrhundert begründeten Weiterentwicklung des Impressionismus, bei der die Farbe grundsätzlich nie flächig aufgetragen wird, sondern Striche und Punkte als Miniaturmotive ornamentartig aneinandergereiht werden, um beim Betrachten aus der Entfernung das große Ganze zu ergeben. So auch in den Bildern von Elke Zolnir, beispielsweise der „Birnenernte“, in der sich schwarze Punkte zu den Formen von Obst und darin verschlungenen Figuren zusammenfügen, oder der malerisch gestellten Frage „Wie viel Mensch verträgt die Erde“, in der der Schriftzug des Bildtitels die Ozeane füllt, die Kontinente sich hingegen aus unzähligen kleinen Köpfen zusammensetzen.

George W. Bush an der Wand

„Ich packe in alle meine Bilder etwas hinein“, beschreibt Zolnir die Vorgehensweise beim Erstellen ihrer Bilder. Und das kann auch schon einmal eine bitterböse politische Abrechnung sein wie im Bild „Bush“, entstanden 2003, dem Jahr des Angriffskriegs der USA auf den Irak, auf dem der damals regierende US-Präsident George W. Bush als mit Bomben spielendes Baby auf einem Oval abgebildet ist, das sich wiederum aus unzähligen kleinen Gesichtern zusammensetzt. Beim „Baum der Versuchung“ wiederum verstecken sich mehrere Gesichter zwischen den einzelnen Strichen einer Baumkrone.

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Zahlreiche Besucher überbrachten der Galeristin ihre Glückwünsche zur Eröffnung, die musikalisch von Keyboarder Geoffrey Rich, Bassist Martin "Wunz" Hohmeier und Gitarrist Ollie Schröder begleitet wurde. In den kommenden Wochen möchte die Künstlerin in ihrem neuen Domizil außer Bildern auch Ware aus dem Bestand der Krömer-Zolnir-Kollektion zum Verkauf anbieten. Anfang nächsten Jahres soll es dann eine neue Vernissage unter dem Titel "Das neue Alphabet für Männer und Frauen" geben. Wer mehr über die Galerie von Zolnir erfahren möchte, kann die Künstlerin über ihre E-Mail-Adresse elke@zolnir.de erreichen. jp

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