Eichenstämme werden versteigert

Mehr Holz, mehr Gebote

Stolz präsentieren der Forstdirektor Christian Weber (rechts) und die Revierförster des Fürstlichen Forstamtes Bückeburg die sogenannte „Braut“ der Holzsubmission, den teuersten Stamm der Auktion.

Stolz präsentieren der Forstdirektor Christian Weber (rechts) und die Revierförster des Fürstlichen Forstamtes Bückeburg die sogenannte „Braut“ der Holzsubmission, den teuersten Stamm der Auktion.

MEINSEN. Aufgrund der „durchweg guten Erfolge der vergangenen Jahre“ haben diesmal auch fünf zuvor nicht beteiligte Forstbetriebe Laubholz zu der Auktion beigesteuert. Dadurch konnte das Angebot um rund 340 Festmeter auf insgesamt 945 Festmeter Stammholz (davon etwa 21 Festmeter Eschenstammholz und andere Baumarten) gesteigert werden.

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„An unserer Submission beteiligten sich 14 Bieter aus ganz Deutschland und aus Polen“, berichtete Manfred Quer, Geschäftsführer der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur (HOAG), die auch diesmal wieder die Versteigerung durchgeführt hat. Im Zuge dessen seien knapp 2650 Gebote (im Vorjahr rund 2000) eingegangen und anschließend ausgewertet worden. Im Durchschnitt waren auf jede Offerte fünf Gebote entfallen, wobei auf einige besonders hochwertige Stämme sogar bis zu 13 Gebote abgegeben worden waren. Das Laubholz geht vor allem an Sägewerke, die daraus Schneideholz beispielsweise für die Möbelproduktion herstellen, erklärte Quer. „Eichen und Eschen werden zum Teil auch für Fußbodendielen oder auch für wertvolle Schlossdielen verwendet.“ Hervorzuheben sei jedoch, dass wieder sechs Furnierhersteller hochpreisig mitgeboten und die für sie besonders attraktiven Stämme ersteigert haben.

„Die Eiche bleibt Trendbaumart“

Offeriert wurde bei dieser Auktion „das Beste, was die Region im Bereich der Eiche zu bieten hat“, unterstrich Christian Weber, der Forstdirektor des Fürstlichen Forstamtes. Und was das Ergebnis der Auktion zeigt: „Die Eiche bleibt Trendbaumart“, so Quer. Für diese habe man einen „phantastischen Durchschnittspreis“ in Höhe von 531 Euro je Festmeter erhalten, was einem Preisanstieg von etwa sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr (rund 500 Euro) entspreche.

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Das Höchstangebot erzielte nach Auskunft des HOAG-Geschäftsführers übrigens ein im Revier Harrl geschlagener Eichenstamm des Fürstlichen Forstamtes Bückeburg mit einem Volumen von 2,31 Festmetern. Dieser brachte bei einem Festmeterpreis in Höhe von 974 Euro total 2250 Euro ein. Bei dem teuersten Einzelstamm handelt es sich indes um einen 4,66 Festmeter messenden Eichenstamm aus dem Revier Pollhagen des Kreisforstamtes, der für beachtliche 660 Euro pro Festmeter ersteigert wurde. Dieser Stamm wechselte also für insgesamt 3076 Euro den Eigentümer.

Neue Bäume werden gepflanzt

Unterm Strich brachte die mittlerweile zehnte von der HOAG im Schaumburger Land durchgeführte Holzsubmission einen Gesamterlös in Höhe von rund 480000 Euro ein, womit die zehn Lieferbetriebe dieser Auktion „sehr zufrieden“ seien, ergänzte Quer. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 betrug der Gesamterlös ungefähr 287000 Euro.

Das Ergebnis der diesjährigen Wertholzsubmission sei das Ergebnis einer "generationenübergreifenden Bewirtschaftung des Waldes", betonte Kreisforstamtsleiter Lothar Seidel. Und in diesem Sinne stehe man als Förster nun selbst in der Pflicht, für die dem Wald entnommenen Bäume wieder neue Bäume zu pflanzen. wk

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