Bückeburg / Spende

Netzwerk zur Palliativversorgung stärken

Spendenübergabe: Stefan Schwalfenberg, Rüdiger Putzier, Ahmet Cetindere, Justus Pahlow und PCT-Geschäftsführer Aziz Ipek.

Spendenübergabe: Stefan Schwalfenberg, Rüdiger Putzier, Ahmet Cetindere, Justus Pahlow und PCT-Geschäftsführer Aziz Ipek.

Bückeburg. Anlässlich der Spendenübergabe in der PCT-Geschäftsstelle an der Langen Straße in Bückeburg nutzen Vertreter beider Einrichtungen die Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen.

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Seit einiger Zeit betreut das PCT schwer kranke Patienten zu Hause oder auch in Alten- oder Pflegeheimen. Die Palliativmedizin zielt darauf ab, die Nebenwirkungen meist unheilbarer Krankheiten zu mildern. Dazu gehören Schmerzen, Übelkeit oder auch Depressionen. So sollen die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwer kranker Menschen erhalten bleiben.

Hierfür ist ein enges Zusammenwirken zwischen spezialisierten Pflegekräften und Ärzten erforderlich. PCT übernimmt im Landkreis die sogenannte spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und hat entsprechende Rahmenvereinbarungen mit den Krankenkassen geschlossen. Zurzeit werden ungefähr 30 Patienten betreut. Hierzu wird unter anderem eine 24-Stunden-Rufbereitschaft vorgehalten. Das Care-Team ist Ansprechpartner sowohl für Patienten und deren Angehörige als auch auch für die Hausärzte.

Die Bedeutung der SAPV betonte auch Ahmet Cetindere, der Vorsitzende des Ärztevereins Schaumburg. Die ambulante Palliativversorgung müsse weiter ausbaut werden. Besonderer Wert werde auf eine gute Vernetzung von Ärzten, Pflegekräften und ehrenamtlichen Helfern, zum Beispiel im ambulanten Hospizdienst, gelegt.

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Die Wichtigkeit der Teamarbeit und die Sicherstellung hoher Qualitätsstandards stellten Dr. Justus Pahlow und Dr. Rüdiger Putzier, beide Ärzte des PCT, heraus. Ihnen geht es besonders darum, die Hausärzte mit ins Boot zu holen. SAPV dürfe nicht als Konkurrenz zur Betreuung durch Allgemeinmediziner und den „normalen“ Pflegedienst verstanden werden. Die Versorgung todkranker Patienten erfordere jedoch weitgehende Qualifikationen. Der Fortbildung müsse daher ein hoher Stellenwert eingeräumt werden.

Pahlow und Putzier hatten als Referenten einer Fortbildungsveranstaltung des Ärztevereins auf ihr Honorar verzichtet, Cetindere und das PCT haben diese Summe noch einmal aufgestockt: So konnten 1500 Euro als Spende an das Kinderhospiz Bethel in Bielefeld überreicht werden. Stefan Schwalfenberg, Oberarzt der Einrichtung, bedankte sich im Namen seiner jungen Patienten, für die es kaum Hoffnung auf Genesung gibt. Im Kinder- und Jugendhospiz werden todkranke junge Leute stationär betreut, auch für begleitende Angehörige gibt es Zimmer und Unterstützung. Unter dem Motto „Der Weg nach Hause“ macht sich das Hospiz auch für eine ambulante Palliativversorgung für junge Patinen stark.

Es wurde vereinbart, die Kontakte zwischen den Bielefelder und den Schaumburgern zu intensivieren. kk

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