Dorfentwicklung

Quo vadis Evesen?

Rechts die Neubaugebiete „Auf dem Plasse/Auf der Höhe“, längst bebaut und fast schon keine Neubaugebiete mehr, links noch freies Feld, aber demnächst ein Neubaugebiet mit bis zu 25 Bauplätzen: In der ehemaligen Großgemeinde Evesen ist der Wandel unübersehbar.

Rechts die Neubaugebiete „Auf dem Plasse/Auf der Höhe“, längst bebaut und fast schon keine Neubaugebiete mehr, links noch freies Feld, aber demnächst ein Neubaugebiet mit bis zu 25 Bauplätzen: In der ehemaligen Großgemeinde Evesen ist der Wandel unübersehbar.

Evesen. Anlass, für den Ortsrat Wilhelm Klusmeier (Bündnis 90/Die Grünen) einen Antrag zu stellen, den sozialkulturellen Wandel Evesens in der Vergangenheit näher zu beleuchten und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Ein Antrag, der bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates behandelt wurde. Und mit dem Klusmeier offene Türen eingerannt hat, wie beipflichtende Äußerungen, eine Art Aufbruchstimmung und schlussendlich das einstimmige Ergebnis zeigt, einen Workshop zu organisieren. In ihm sollen Stärken und Schwächen analysiert und die Frage „Wo wollen wir hin?“ bearbeitet werden.

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„Das klassische Thema Dorfentwicklung“, nannte es Baubereichsleiter Björn Sassenberg, als er dem Ortsrat erläuterte, was getan werden kann. Er bot eine Zusammenkunft an ein oder zwei Wochenenden an, in dem Bürger, Ortsrat, Vereine und Verbände oder weitere Interessierte zusammenkommen, um eben diese Grundlagen zu erörtern und auszuformulieren. Ob professionelle Hilfe zu erwarten ist, etwa unter Einschaltung eines einschlägigen Büros, ließ Sassenberg offen. Die Stadt habe nicht die Mittel. Seitens des Landes sei keine Hilfe zu erwarten, da die Förderkulisse gerade einmal zwei Dörfer pro Jahr fördere, immerhin will das Land die Förderung verdoppeln – auf vier Dörfer.

Hoffen auf Fördermittel

Bleibt als weitere Fördermöglichkeit, Mittel aus dem Leader-Programm zu erhalten. Ob das überhaupt möglich ist, müsse noch weiter untersucht werden. Wie dem auch sei: Sollte es aus einem Topf Zuschüsse geben, müsse der entsprechende Antrag eindeutig und klar formuliert sein, sonst gibt es nichts.

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Und diese Basisarbeit soll nach dem einmütigen Votum des Ortsrates geleistet werden. „Gute Idee, wir wollen diese Vorarbeit leisten und uns ein paar Samstage zusammensetzen“, brachte Ortsrat Reinhard Luhmann (SPD) die Stimmungslage auf den Punkt. „Es wäre doch schlimm, wenn wir keine Gaststätte mehr haben und verdursten“, erinnerte er unter Gelächter daran, dass der Eveser Krug als gedachtes Dorfgemeinschaftshaus wieder einmal geschlossen ist, weil der Pächter aufgegeben hat, eine weitere Gaststätte nur noch auf Anfrage für besondere Ereignisse öffnet oder aber eine weitere vor dem Verkauf steht. Bliebe als letzte Gaststätte der Petzer Krug, in dem der Ortsrat tagte. Wichtig sei es, Bürger und Vereine einzubinden, so Luhmann, und erinnerte daran, dass Evesen in seinen Gewerbegebieten eine erhebliche Wirtschaftskraft für die Stadt beisteuert: „Das alles müssen wir zusammenbringen. Wir leben nicht in der Einöde.“

Als einen Zukunfts-Aspekt schlug Ortsrat Cord Siekmeier (CDU) vor, einen eigenen Neubürgerempfang nur für die neuen Eveser auf die Beine zu stellen. Die Situation von Radwegen, Bushäuschen und der weiteren Infrastruktur wie der Nahverkehrs-Versorgung seien zu berücksichtigen, ergänzte Matthias Knickrehm (SPD). Ortsbürgermeister Horst Schwarze (SPD) mahnte: "Wir müssen machbare Vorschläge erarbeiten und keine Luftschlösser bauen." Erstaunt war der Antragssteller Wilhelm Klusmeier: "Ich bin überrascht. Ich hatte mehr Widerstand erwartet." rc

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