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IMAS-Herbstakademie

Säule des Bückeburger Kulturlebens

Claudio Bohórquez (links) und dessen Cello-Schüler spielen eine Jazz-Version von Mozarts „Rondo Alla Turka“.

Claudio Bohórquez (links) und dessen Cello-Schüler spielen eine Jazz-Version von Mozarts „Rondo Alla Turka“.

Bückeburg. Im großen Festsaal von Schloss Bückeburg konnte der Schlossherr das Publikum dazu willkommen heißen. Aus dieser für junge musikalische Ausnahmebegabungen konzipierten Veranstaltung seien „hervorragende Künstlerpersönlichkeiten hervorgegangen, die es auf internationalen Bühnen sehr weit gebracht haben“, führte der Hausherr aus.

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Zu Schaumburg-Lippe erinnerte an die Anfänge vor vier Jahrzehnten in Wolfenbüttel. 1988 war die IMAS in die Ex-Residenz gewechselt. Er sei als junger Musikliebhaber sofort Feuer und Flamme gewesen. Es dürfe indes nicht verschwiegen werden, dass damals nicht alle Beteiligten das Projekt optimistisch betrachtet hatten. Seinerzeit habe allerdings auch niemand ahnen können, welche bemerkenswerte Entwicklung die Akademie nehmen würde.

Ein Ort zum glücklich sein

Heute sei es ihm eine große Ehre, einmal mehr Gastgeber sein zu dürfen. Als Quintessenz rief der Hausherr eine Äußerung ins Gedächtnis, die der langjährige künstlerische Leiter Karl-Heinz Kämmerling im Verlauf eines aus Anlass seines 80. Geburtstag organisierten Empfangs gemacht hatte: „Die IMAS ist ein Ort, wo man miteinander glücklich sein kann.“

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Seitens der Dozenten lobte Claudio Bohórquez die „wunderschönen und äußerst inspirierenden Räume“ des Schlosses. „Wir haben eine ganz besondere Woche erlebt und müssen Ihnen ein Riesenkompliment machen“, erklärte er. Ulrike Fontaine dankte allen Beteiligten für deren „großherzige Unterstützung und großartiges Engagement“. Anschließend würden die Interpreten unter Beweis stellen, dass die Akademie „auch nach 40 Jahren nicht in Routine erstarrt“ sei, kündigte die IMAS-Vorsitzende an.

Und tatsächlich verblüfften die Schüler von Bernd Goetzke (Klavier), Christiane Iven (Gesang) und Professor Claudio Bohórquez (Violoncello) – als Korrepetitoren fungierten diesmal Mana Oguchi (Meisterklasse Violoncello) und Boris Kusnezow (Meisterklasse Gesang) – mit atemberaubender Könnerschaft.

"Durchlaucht hat ein Faible für Jazz"

Alle Musiker wurden vom Auditorium mit einem lang anhaltenden Beifall honoriert. Einen Extra-Applaus erhielten die von Bohórquez geleiteten Cellisten, die das Meisterschüler-Konzert mit einem Überraschungsstück beschlossen. Ihm sei zu Ohren gekommen, „dass Durchlaucht auch ein Faible für Jazz besitzt“, legte der Ausnahmekönner dar, bevor das aus acht Cello-Spielern bestehende Ensemble eine furios-jazzige Version des von Wolfgang Amadeus Mozart ursprünglich für Klavier geschriebenen „Rondos Alla Turka“ zum Besten gab.

Den Applaus des Abschlusskonzerts im Festsaal teilen sich Theresa Schneider (Violoncello, Deutschland), Elena Harsányi (Sopran, Deutschland), Till Hoffmann (Klavier, Deutschland), Ilay Dahan (Violoncello, Israel), Hyein Jeon (Klavier, Südkorea), Anna Schaumlöffel (Mezzosopran, Deutschland), Quanlin Wang (Klavier, China), Joel Geniet (Violoncello, Frankreich), Alexander Sonderegger (Klavier, Deutschland) und Nina-Maria Fischer (Sopran, Deutschland).

Von Herbert Busch

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