Kinderbetreuung

Trotz „Juliane“ – 17 Krippenplätze fehlen

Die Neueröffnung der Julianen-Kita am 1. Februar mit zunächst vier Gruppen: Selbst wenn die beiden Krippengruppen im zweiten Bauabschnitt der „Juliane“ fertig sind, fehlen der Stadt nach dem derzeitigen Stand 17 Krippenplätze , die durch die dauerhafte Beibehaltung der Krippengruppe in der Städtischen Kindertagesstätte Unterwallweg gedeckt werden sollen.

Die Neueröffnung der Julianen-Kita am 1. Februar mit zunächst vier Gruppen: Selbst wenn die beiden Krippengruppen im zweiten Bauabschnitt der „Juliane“ fertig sind, fehlen der Stadt nach dem derzeitigen Stand 17 Krippenplätze , die durch die dauerhafte Beibehaltung der Krippengruppe in der Städtischen Kindertagesstätte Unterwallweg gedeckt werden sollen.

Bückeburg. Nach der Prognose heute ergibt sich selbst nach der Eröffnung der „Juliane“ eine Unterversorgung von 17 Plätzen. Diese Unterversorgung soll aufgefangen werden, indem die ursprünglich als Übergangslösung gedachte Krippengruppe in der Kindertagesstätte am Unterwallweg dauerhaft beibehalten wird.

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Diesen Vorschlag hat die Verwaltung bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend und Familie präsentiert. Die Politik muss nun entscheiden, ob sie diesem Vorschlag folgt, denn mit der Entscheidung sind zusätzliche Kosten wie etwa die Einstellung weiteren Personals verbunden.

Die hinter den Prognosen stehenden Zahlen und weiteren Umstrukturierungen erläuterte der zuständige Fachgebietsleiter Christian Schütte im Ausschuss. Kindergartenplätze: Bis zum Ende des Kindergartenjahres am 31. Juli hat Bückeburg noch eine Reserve von sechs Plätzen, weil in den vergangenen Monaten zwei neue Gruppen im Immanuel-Kindergarten und im Waldorfkindergarten eingerichtet worden sind. Mit der Inbetriebnahme des zweiten Abschnitts der „Juliane“ mit ihren zwei Kindergartengruppen entstehen insgesamt 39 neue Plätze sowie vier Integrationsplätze.

Problem durch neues Schulgesetz

Bei der Prognose für das darauffolgende Kindergartenjahr ergibt sich die Schwierigkeit, dass durch eine Änderung des Schulgesetzes die Eltern von Mädchen und Jungen, die zwischen Anfang Juli und Ende September sechs Jahre alt werden, ihre Kinder von der Einschulung zurückstellen und noch ein Jahr länger im Kindergarten lassen können. Wie die Eltern betroffener Kinder entscheiden, ist nach den Worten Schüttes unklar. Eine Bestandserhebung am Beispiel der Grundschule Meinsen hat ergeben, dass etwa 20 Prozent aller Kinder in diesen Zeitraum fallen, ohne dass klar ist, wie die Eltern sich entscheiden.

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Eine weitere Unwägbarkeit für das folgende Kindergartenjahr ist die Sprachförderung, die nach dem Willen des Niedersächsischen Gesetzgebers von den Grundschulen in die Kindertagesstätten verlagert werden soll. Hier sei noch alles offen, weil der Landtag noch nicht einmal über das Gesetz entschieden hat, dass aber bereits am 1. August in Kraft treten soll. „Eventuell fehlen uns weitere Räume“, vermutete Schütte.

Aussagen, die zu einem mittleren Aufruhr im Ausschuss führten. Die kommunalen Spitzenverbände müssten mehr Einfluss nehmen. „Eine Farce, was dort oben entschieden wird“, schimpfte der Vorsitzende des Stadtjugendrings, Christoph Struckmann. Krippenplätze: Bis zum Jahresende hat die Stadt anhand der vorliegenden Anmeldungen beziehungsweise bereits erfolgten Vergabe von Plätzen nach der Inbetriebnahme der vier Gruppen in der „Juliane“ am 1. Februar und der Übergangslösung am Straußweg mit ihren zwei Gruppen eine Reserve von acht freien Krippenplätzen. Mit der Inbetriebnahme der zwei Krippengruppen im zweiten Bauabschnitt der „Juliane“, der zeitgleich erfolgenden Schließung der Übergangslösung Straußweg und deren Umsiedlung in die „Juliane“ sowie bisher bereits vorliegenden Anmeldungen für Krippenplätze ab 2019 ergibt sich – Stand heute – eine „Unterversorgung“ von 17 Plätzen, so Schütte im Sachstandsbericht. Des Weiteren liegt eine Kooperationsanfrage des Bundeswehrstandortes vor, der für Stammpersonal und Lehrgangsteilnehmer langfristig drei bis fünf Belegungsrechte für Krippenplätze erwerben will. „Derzeit überprüft die Verwaltung, ob dieses Anliegen umsetzbar ist“, so Schütte.

"Erhebliche Mittel" für Umbau am Unterwallweg

Um diese „gewisse tendenzielle Unterdeckung“, wie es Schütte bezeichnete, auszugleichen, schlägt die Verwaltung der Politik vor, die Krippengruppe mit ihren 15 Plätzen in der Kita am Unterwallweg dort zu belassen und dauerhaft beizubehalten. Nach den bisherigen Planungen sollte diese Gruppe samt des Personals mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der „Juliane“ dorthin umziehen. Wie Schütte sagte, sind in den Umbau am Unterwallweg erhebliche Mittel geflossen. Der Hort, der der Krippengruppe weichen musste und seitdem in vom Landkreis angemieteten Räumen der alten Hausmeisterwohnung der angrenzenden Herderschule untergebracht ist, könne dort weiter bleiben.

"Eine politische Entscheidung, da weitere Kosten wie etwa für das Personal entstehen", so Schütte. Das kommentierte Ratsherr Dieter Wilharm-Lohmann (CDU) mit dem Satz: "Wir haben keine Alternative." rc

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