German Brass-Konzert

Von den Bänken gerissen

„German Brass“ liefert in der Stadtkirche ein viel umjubeltes Konzert ab.

„German Brass“ liefert in der Stadtkirche ein viel umjubeltes Konzert ab.

Bückeburg. Die Blechbläser brillierten dermaßen überzeugend, dass es das Publikum am Ende nicht auf den Bänken hielt. Die gesamte Zuhörerschaft erhob sich wenige Momente nach dem Verklingen der letzten Töne, um die Leistung der von zahlreichen Experten mit dem Prädikat „Weltklasse“ versehenen Musikanten mit stehendem Applaus zu honorieren. „Großartige Musik von großartigen Musikern“, meinte Pastor Wieland Kastning. Bürgermeister Reiner Brombach sprach von „uneingeschränkter Freude“.

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Leichtigkeit und Präzision

Die Freude riefen vor allem sowohl die außergewöhnliche Leichtigkeit als auch die ungemeine Präzision und das fesselnde Zusammenspiel hervor, mit der die mit vielen Preisen ausgezeichneten Interpreten ihre Mixtur aus Klassik, Jazz und aktuellen Soundtracks darboten.

Und die attraktive Zusammenstellung der Titel: Auf John Bastons „Concerto D-Dur“ und Johann Sebastian Bachs „Wachet auf ruft uns die Stimme“ Gioachino Rossinis neapolitanische Tarantella „La Danza“ folgen zu lassen, traut sich nicht jeder.

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Im Anschluss an das Finale aus Giuseppe Verdis Oper „Aida“ brauste der Beifall erstmals in nahezu stürmischer Intensität auf. Was sich bei einem Ausflug in Leonard Bernsteins „West Side Story“ und in Captain Jack Sparrows „Fluch der Karibik“ nicht ändern sollte.

Musikalische Rundreise

Der zweite Teil bot eine musikalische Rundreise mit Stationen in den USA, Italien, Spanien, Frankreich, Südamerika und Schottland. Mit dem Schottland repräsentierenden Kirchenlied „Amazing Grace“, dem „German Brass“ eine erfrischend swingende Note verliehen, hatte das Gastspiel beinahe seinen Schlussakkord erreicht. Es folgten der Big-Band-Klassiker „Sing Sang Sung“ (mit einem frappierenden Solo von Schlagzeuger Herbert Wachter) und Standing Ovations.

Im Zugabenteil stellte Conférencier Klaus Wallendorf, der überaus kurzweilig und häufig in Reimform – „… dass wir auch 2018 / Euren Beifall angebracht seh’n“ – durch das Programm führte, mit der „U-Bahn-Polka“ seine sängerischen Qualitäten und seine Japanisch-Kenntnisse unter Beweis. Der Text des böhmischen Rundtanzes handelt angeblich von Tokioer U-Bahn-Haltestellen. Auf den von Enrique Crespo arrangierten Psalm „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ konnte – trotz abermaligem Beifall – nichts mehr folgen.

Das Konzert wurde veranstaltet von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bückeburg, vom Kulturverein Bückeburg und von der Stadt Bückeburg. Zu den Unterstützern zählten die Schaumburger Landschaft, die Volksbank in Schaumburg, der Lions Club Schaumburg, die Sparkasse Schaumburg, der Posaunenchorverband Schaumburg-Lippe und der Förderverein Kirchenmusik.

Konzert zum 70. Geburtstag

Das aus Anlass des 70. Geburtstages des Bückeburger Posaunenchors organisierte Konzert findet am Sonntag, 9. September (Beginn um 10 Uhr in der Stadtkirche), eine Ergänzung mit einem großen Projektposaunenchor, zu dem Gastbläser aus dem gesamten Bereich der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe eingeladen sind. In diesem Gottesdienst wird zudem Pastorin Inga Troue als neue Obfrau des Schaumburg-Lippischen Posaunenchorverbandes in ihr Amt eingeführt. bus

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